Übersicht: Rezeptsuche | Rezepte | Rezept-Links | Rezeptprogramm | Impressum
Kochfreunde » Suche » Einfache Suche » Zurück zu den Suchergebnissen

REZEPTANZEIGE

Zitrone, Limette und Co

Gesunde Kraft der Zitrusfrucht: Zitrusfrüchte stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Neben ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt beinhalten sie leicht verdauliche Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Fruchtsäuren, die den Stoffwechsel anregen. Fruchtfleisch und Schale sind zusätzlich reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Zu den Zitrusfrüchten gehören z.B. Apfelsine, Grapefruit, Pampelmuse, Zitrone, Mandarine, Limette und Kumquat.

Sorten: - Zitronen: Die Zitrone, auch Limone genannt, ist mit etwa 51 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm die Zitrusfrucht mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt. Es gibt über hundert Zitronenarten, die sich in Dicke der Schale, Saftanteil und Geschmack unterscheiden.

- Grapefruits: Grapefruits sind eine Kreuzung aus Orange und Pampelmuse. Pampelmusen, die seltener erhältlich sind, sind eher birnenförmig und größer als Grapefruits. Grapefruits gelten als appetitanregend, verdauungsfördernd, entgiftend, belebend und harntreibend.

- Orangen: Orangen bzw. Apfelsinen (der Name leitet sich aus 'Apfel aus China' ab) gibt es in etwa 400 Sorten. Orangen stärken das Immunsystem, unterstützen die Verdauung und wirken appetitanregend. Sie sind reich an antioxidativen Vitaminen wie A, C und E.

- Limetten: Limetten (wörtlich kleine Limone) sind mit den Zitronen verwandt. Sie sind grün, haben eine dünne Schale und ein intensives Aroma. Der Saftgehalt ist höher als der der Zitrone, jedoch haben sie weniger Vitamin C als Zitronen.

Wirkung: Mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen können Zitronen und andere Zitrusfrüchte durch Vitamin C das Immunsystem stärken, den Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zähnen unterstützen, Zellen schützen und freie Radikale abwehren. Weiterhin haben sie eine positive Wirkung auf die Eisenaufnahme und helfen gegen Frühjahrsmüdigkeit und Abwehrschwäche. Durch Pektin, das im Fruchtfleisch enthalten ist, wird die Bauchspeicheldrüse gestärkt. Die enthaltenen Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) beugen Herzinfarkten und Krebs vor und stärken Venen und Arterien. Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium regulieren den Wasserhaushalt sowie den Nerven- und Muskelstoffwechsel. Ätherische Öle wie Terpene lindern zudem Atemwegsinfektionen.

So viel tut gut: Zitrusfrüchte sollten am Besten frisch verzehrt werden. Die Früchte sollten erst kurz vor dem Verzehr zubereitet werden, damit das Vitamin C nicht verloren geht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt etwa 100 Milligramm Vitamin C für den Tagesbedarf. Das entspricht etwa 200 Milliliter Zitronensaft, einer Grapefruit oder eineinhalb Orangen. Raucher sollten jeden Tag den Saft aus vier gepressten Orangen trinken. Das darin enthaltene Vitamin C und E geben dem Körper eine Extraportion Antioxidantien, die vor freien Radikalen schützen können.

Das weiße Gewebe nicht entfernen: Das weiße Gewebe unter der Orangenschale enthält den größten Anteil wertvoller Flavonoide, die die Zellen vor freien Radikalen schützen, Alterungsprozesse bremsen und das Krebsrisiko senken können. Von daher sollte #das Weiße" nicht vollständig entfernt werden.

Mythos heiße Zitrone: Heiße Zitrone ist ein altes Hausmittel bei Erkältungen, jedoch sollte der Saft nur leicht erwärmt oder kalt getrunken werden, da Hitze einen Teil des Vitamin C zerstört.

Risiken: Zitrusfrüchte können allergische Reaktionen hervorrufen und in Kombination mit bestimmten Medikamenten kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Zudem können Zitrusfrüchte im Übermaß durch die Säure den Zahnschmelz angreifen. Bei empfindlichen Zähnen sollte man nicht mehr ein bis zwei Zitrusfrüchte pro Tag essen.

Zitronenöl: Zitronenöl ist ein leicht gelblich gefärbtes, ätherisches Öl mit charakteristischem Geruch, welches durch das Auspressen von Zitronenschalen gewonnen wird. Zitronenöl regt Körper und Geist an und hilft, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit zu steigern. Auf die Haut aufgetragen hat es einen anregenden, straffenden und reinigenden Effekt, pflegt fettige und unreine Haut und wirkt auch der Hautalterung entgegen. Zusätzlich verfügt es über beruhigende Eigenschaften und stillt den Juckreiz bei Ekzemen oder Hautausschlägen. Da es leicht bleichend wirkt, kann es manchmal auch fleckige Hautstellen aufhellen. So ist in einer ganzen Palette von Kosmetikpräparaten wie Cremes, Gesichtsmasken, Bade - und Körperölen und Deodorants Zitronenöl enthalten. Als Massageöl regt es den Lymphfluss an.

Zitrusfrüchte in der TCM: Im Rahmen der TCM gehören Zitrusfrüchte zu den kühlenden Lebensmitteln und sollten von daher bevorzugt im Frühjahr und Sommer verzehrt werden. Im Verständnis der TCM sind Menschen, die im Winter Zitrusfrüchte, Rohkost und andere abkühlende Nahrungsmittel essen, generell anfälliger für Infekte als Menschen, die sich im Winter von saisonalem Gemüse und warmen Gerichten wie Suppen, Eintöpfe etc. ernähren. In der TCM ist der Geschmack 'sauer' mit Leber und Galle verbunden. Sauer schmeckende Lebensmittel haben somit eine bewahrende Funktion und leiten die Körperenergie nach innen. Von daher empfiehlt die TCM bei Krankheiten, besser auf saure Nahrungsmittel zu verzichten, da sie Krankheitsfaktoren im Inneren zurückhalten statt zu ihrer Ausleitung beizutragen. Die TCM rät bei Erkältungen eher zu Ingwertee als zu heißer Zitrone.

Stichworte: Information, Zitrusfrucht
*

:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum