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Rhabarber - Natürliches Heilmittel

Der Rhabarber hat eine leicht abführende Wirkung und kurbelt die Verdauung an. Wegen seiner blutreinigenden und darmregulierenden Wirkung wird er auch gern für entschlackende Frühjahrskuren verwendet. Rhabarber ist bestens geeignet, um jetzt den Stoffwechsel anzuregen.

Der Vitamingehalt des Rhabarbers ist durchschnittlich. Dagegen besitzt das Gemüse reichlich Mineralien: Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Jod. Hinzu kommt die wichtige Zitronen- und Apfelsäure, Glykoside, Gerbstoffe, ätherische Öle und das darmfreundliche Pektin. Rhabarber enthält auch Vitamin K, das gut für Blutgerinnung und Knochenbau ist. Die Vitamine des B-Komplexes wirken positiv auf Haut, Haare und Nerven. Kalium ist gut für Zellen und Nerven und die vielen Ballaststoffe fördern die Verdauung.

Der rotstielige Rhabarber ist am mildesten und hat wenig Oxalsäure. Grünstieliger Rhabarber ist sauer und besitzt mehr Oxalsäure.

Es empfiehlt sich, nach einem Rhabarbergericht kalziumhaltige Lebensmittel zu genießen, um dem Kalziumverlust vorzubeugen. Das mit Oxalsäure gebundene Kalzium kann der Körper nicht verwenden.

Entschärfung: Schälen Sie die Rhabarberstangen gründlich und kochen Sie diese dann mit reichlich Wasser, das Sie anschließend wegschütten. So kann man den Oxalsäuregehalt schon deutlich mindern. Wichtig ist, dass das Wasser nicht benutzt wird. Da das Kalzium in Milchprodukten die Oxalsäure gut bindet, empfiehlt es sich, den gekochten Rhabarber mit Joghurt, Quark oder Vanillesauce zu essen.

Oxalsäure und Zähne: Nach dem Genuss von Rhabarber mit Milchprodukten fühlen sich die Zähne meist stumpf und pelzig an. Der Grund dafür ist, dass die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure mit dem Kalzium aus der Milch unlösliche Salze, so genannte Kalziumoxalate, bildet, die an den Zähnen haften bleiben. Hier hilft es, den Mund nach dem Essen auszuspülen. Außerdem sollte man sich wegen des aufgeweichten Zahnschmelzes nicht sofort die Zähne putzen. Eine gute halbe Stunde mit der Zahnpflege warten, dann ist der Zahnschmelz wieder hart.

Tipps zum Süßen: Zu den meisten Rhabarberspeisen muss verhältnismäßig viel Zucker gegeben werden. Durch Zugabe von Orangen- und Ananassaft oder Rosenwasser, Orangenschalen, Ingwer und Zimt wird die Eigensäure des Rhabarbers vermindert.

So lagert man Rhabarber richtig: Beim Einkauf sollten die Rhabarberstangen schön knackig und die Schnittstellen frisch sein. In ein feuchtes Tuch eingewickelt, können die Rhabarberstangen im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahrt werden. Auch Einfrieren ist möglich, dafür sollten die Stängel vorher geschält und in Stücke geschnitten werden.

Vorsicht! Essen sie Rhabarber in Maßen und niemals roh. Die Blätter sind giftig! Wer unter Gicht, Rheuma und Arthritis leidet oder eine Veranlagung für Nierensteine hat, sollte auf den Genuss verzichten, denn mehr als zwei Drittel aller Nierensteine sind Kalziumoxalate, deren Entstehen die Oxalsäure begünstigt.

Stichworte: Information, Rhabarber
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum