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Das kleine d+u-Lexikon der exotischen Früchte

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Das kleine d+u-Lexikon der exotischen Früchte
Kategorien: Exoten, Information
     Menge: 1 Keine Angabe
 
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Cherimoya: Die Cherimoya stammt ursprünglich aus Südamerika. Sie zählt
nach Ansicht vieler Gourmets zu den wohl schmeckendsten Früchten und
erinnert geschmacklich an Erdbeeren, Himbeeren oder Birne mit einem
Hauch Zimt. Verwendung findet das Fruchtfleisch vor allem als
Frischobst. Gegessen wird das süß-sahnige Fruchtfleisch, indem man es
auslöffelt und je nach Geschmack noch mit etwas Zitronensaft
beträufelt. Die Kerne sind nicht essbar. Die Frucht sollte nicht im
Kühlschrank aufbewahrt werden. Es wird empfohlen, die Cherimoya zum
Nachreifen wie unreife Avocados in Papier einzuschlagen, bis das
Fruchtfleisch weich ist. Die Cherimoya ist leicht verdaulich, reich an
Traubenzucker, Phosphor, Calcium, Phosphor und weist außerdem einen
sehr hohen Vitamin-C-Gehalt auf.
 Kaki: Die älteste Kulturpflanze Chinas heißt übersetzt #Frucht des
Zeus#. Der hohe Gehalt an Tannin (Gerbstoff) in der noch nicht
ausgereiften Frucht sorgt für eine herbe Komponente, die mit
fortschreitender Reifung schwächer wird. Tannine kommen wegen ihrer
adstingierenden (zusammenziehenden) und auswurffördernden Wirkung auch
in der Volksmedizin vieler Länder zum Einsatz. Das Fruchtfleisch ist
süß und saftig. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Vanille,
Quitte und Aprikose. Die Früchte werden sowohl frisch verzehrt als auch
zu Marmeladen und Süßspeisen verarbeitet. Im asiatischen Raum spricht
man der Kakifrucht verschiedene Heilkräfte zu. Sie soll magenstärkend
sein und gegen Durchfall helfen. Der Saft einer unreifen Frucht soll
den Blutdruck senken. Die Frucht hat mit 16 Prozent einen hohen
Zuckergehalt und dient auch als schnelle Kraftspenderin. Weiterhin
enthält sie einen hohen Anteil am Provitamin A und viel Kalium.
Sie kann ganz normal wie ein Apfel gegessen oder auch ausgelöffelt
werden. Aus Israel kommt die Kaki- Variante Sharon, bei der die Schale
weicher und dünner und der Tanningehalt niedriger ist. Dadurch schmeckt
sie weniger herb und kann auch schon im harten Zustand gegessen werden.
Im Kühlschrank hält sich die Kaki gute zwei Wochen.
 Kaktusfeige: Ihr Ursprung liegt in Mexiko und im tropischen
Mittelamerika. Durch spanische Seefahrer gelangte die Kaktusfeige im
16. Jahrhundert in den Mittelmeerraum. Ihre Schale ist relativ fest und
ungenießbar. Viele kleine Stacheln sitzen an der Kaktusfeige, die mit
Widerhaken versehen sind. Oft werden diese vor dem Verkauf abgebürstet.
Doch Vorsicht ist trotzdem geboten, da immer wieder der eine oder
andere Stachel standhaft ist. Um an das Fruchtfleisch zu kommen, müssen
vorhandene Stacheln entfernt werden. Dafür die Kaktusfeigen einige Zeit
in kaltes Wasser legen und anschließend Stacheln mit einer nicht zu
harten Bürste entfernen. Dann die Frucht halbieren und auslöffeln oder
die leicht trennbare Schale mit einem Messer abziehen und das weiche
Fruchtfleisch in Scheiben oder Würfel schneiden. Im Inneren befinden
sich mehrere kleine, schwarze Samen, die mitverzehrt werden können. Die
Kaktusfeige mit ihrem frischen süß-sauren Aroma lässt sich vielseitig
in der Küche einsetzen - im Obstsalat, in süßen oder pikanten Spe isen.
 Kapstachelbeere (Physalis): Die in den Anden beheimatete
Kapstachelbeere trägt süße, leicht säuerlichen Früchte. Diese werden
roh verzehrt oder in Obstsalaten, Cocktails, Marmeladen und Soßen
verwendet. Im Inneren sind viele kleine Kerne, die man mitverzehren
kann. Wegen ihres hohen Pektingehaltes eignet sich die Physalis
besonders gut für Marmeladen, Kompott und Gelees.
Die Physalis ist reich an den Vitaminen C, Niacin, Kalzium und
Phosphor. Durch den hohen Vitamin-C-Gehalt stärkt die Physalis das
Immunsystem. Da sie eine harntreibende, reinigende und schweißtreibende
Wirkung hat, soll sie bei Harnwegserkrankungen, Gicht, Blasen- und
Nierensteinen helfen.
 Kumquat: Ursprünglich stammt sie aus Vietnam und China und ist auch
als Zwergorange bekannt.
Kumquats sind reich an Kalzium und Vitamin A. Außerdem enthalten sie
doppelt so viel Vitamin C wie Orangen. Sie wirken entwässernd und
sollen bei Husten und Verdauungsschwierigkeiten helfen. Kumquats werden
nicht gedüngt, von daher ist die Schale essbar. Sie muss lediglich
gewaschen werden. Das Fruchtfleisch schmeckt süßsäuerlich, während die
Schale herb schmeckt, vergleichbar mit Orangeat. Die Frucht wird in der
Regel mit Schale und Kernen gegessen. Durch kurzes Rollen wird die
Schale weicher und nimmt einen weniger bitteren Geschmack an. Kumquats
eignen sich zum Einfrieren.
Unser Tipp: An heißen Tagen kann man gefrorene Kumquats anstelle von
Eiswürfeln verwenden.
 Litschi: Die Litschi stammt ursprünglich aus Südchina und war dort
bereits 300 vor Christus bekannt.
In China gelten Litschis nicht nur als besonders fein und edel, sondern
werden auch gern als Liebesfrucht betitelt. Litschis schmecken süß und
frisch und duften leicht nach Muskat und Rosen. Die Früchte reifen nach
der Ernte nicht mehr nach. Sie werden frisch gegessen oder zu
Konserven, Saft, Eiscreme und Obstsalaten verarbeitet. Der Kern ist
nicht essbar. Die Früchte sind leicht verdaulich Mit 40 mg pro 100
Gramm frischer Litschis decken sie etwa 40 Prozent des
Vitamin-C-Tagesbedarfs eines Erwachsenen ab.
 Pitahaya (Drachenfrucht): Ursprüngliche Heimat der Kaktusfrucht
Pitahaya ist Mittelamerika. Da die Pflanze relativ langsam wächst, ist
eine Ernte frühestens nach 20 Jahren möglich. Die Blüten gehören zu den
größten der Welt. Die Frucht, außen rosa oder gelb, schmeckt
erfrischend aromatisch, säuerlich-süß. Die Vergleiche bewegen sich
zwischen Kiwi, Stachelbeere, Birne und Erdbeere. Pitahayas werden roh
verzehrt, da sie beim Kochen ihr Aroma verlieren. Sie werden, ähnlich
wie die Kiwi, mitsamt den kleinen schwarzen Samen ausgelöffelt.
Pitahayas bestehen zu 90 Prozent aus Wasser, wirken verdauungsfördernd
und enthalten viel Eisen, Calcium und Phosphor sowie die Vitamine B, C
und E.
 Rambutan: Der Name leitet sich vom malaiischen Wort rambut ab, das
#Haar# bedeutet. Der mandelähnliche Samen ist nicht genießbar. Frische
Rambutan öffnet man am besten, indem man sie leicht einritzt, beide
Seitenhälften auseinander klappt und das Fruchtfleisch vom Kern löst.
Gut gekühlt und roh schmeckt Rambutan mit ihrem süßen,
leichtsäuerlichen Geschmack am besten. 100 g Rambutan enthalten etwa 81
g Wasser, sowie Kalzium, Eisen und Vitamin C. Die Früchte sind leicht
verdaulich. Der Geschmack der Rambutan ähnelt dem einer Weintraube. Im
Kühlschrank ist sie ein bis zwei Wochen haltbar.
 Tamarillo: Die Tamarillo, auch Baumtomate genannt, gehört zur Familie
der Nachtschattengewächse, ist also mit Tomate und Kartoffel verwandt.
Der Geschmack ist süßlich bis leicht bitter. Das Fruchtfleisch enthält
viele Kerne, die essbar sind. Die Fruchtschale ist nicht zum Verzehr
bestimmt. Die Früchte werden roh oder gekocht verzehrt. Die Tamarillo
kann als Obst oder als Gemüse verzehrt werden. Roh, halbiert, gezuckert
oder mit Salz und Pfeffer kann man sie wie eine Kiwi auslöffeln.
Besonders hoch ist der Anteil an Vitamin C, auch Provitamin A und
Eisen, Kalzium, Magnesium und Phosphor sind enthalten. Bei einer kühlen
Lagerung sind die Früchte bis zu einer Woche haltbar. Je weicher die
Frucht, desto süßer ist sie auch.
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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