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Das kleine d+u-Lexikon der exotischen Früchte

Cherimoya: Die Cherimoya stammt ursprünglich aus Südamerika. Sie zählt nach Ansicht vieler Gourmets zu den wohl schmeckendsten Früchten und erinnert geschmacklich an Erdbeeren, Himbeeren oder Birne mit einem Hauch Zimt. Verwendung findet das Fruchtfleisch vor allem als Frischobst. Gegessen wird das süß-sahnige Fruchtfleisch, indem man es auslöffelt und je nach Geschmack noch mit etwas Zitronensaft beträufelt. Die Kerne sind nicht essbar. Die Frucht sollte nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es wird empfohlen, die Cherimoya zum Nachreifen wie unreife Avocados in Papier einzuschlagen, bis das Fruchtfleisch weich ist. Die Cherimoya ist leicht verdaulich, reich an Traubenzucker, Phosphor, Calcium, Phosphor und weist außerdem einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt auf.

Kaki: Die älteste Kulturpflanze Chinas heißt übersetzt #Frucht des Zeus#. Der hohe Gehalt an Tannin (Gerbstoff) in der noch nicht ausgereiften Frucht sorgt für eine herbe Komponente, die mit fortschreitender Reifung schwächer wird. Tannine kommen wegen ihrer adstingierenden (zusammenziehenden) und auswurffördernden Wirkung auch in der Volksmedizin vieler Länder zum Einsatz. Das Fruchtfleisch ist süß und saftig. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Vanille, Quitte und Aprikose. Die Früchte werden sowohl frisch verzehrt als auch zu Marmeladen und Süßspeisen verarbeitet. Im asiatischen Raum spricht man der Kakifrucht verschiedene Heilkräfte zu. Sie soll magenstärkend sein und gegen Durchfall helfen. Der Saft einer unreifen Frucht soll den Blutdruck senken. Die Frucht hat mit 16 Prozent einen hohen Zuckergehalt und dient auch als schnelle Kraftspenderin. Weiterhin enthält sie einen hohen Anteil am Provitamin A und viel Kalium.

Sie kann ganz normal wie ein Apfel gegessen oder auch ausgelöffelt werden. Aus Israel kommt die Kaki- Variante Sharon, bei der die Schale weicher und dünner und der Tanningehalt niedriger ist. Dadurch schmeckt sie weniger herb und kann auch schon im harten Zustand gegessen werden. Im Kühlschrank hält sich die Kaki gute zwei Wochen.

Kaktusfeige: Ihr Ursprung liegt in Mexiko und im tropischen Mittelamerika. Durch spanische Seefahrer gelangte die Kaktusfeige im 16. Jahrhundert in den Mittelmeerraum. Ihre Schale ist relativ fest und ungenießbar. Viele kleine Stacheln sitzen an der Kaktusfeige, die mit Widerhaken versehen sind. Oft werden diese vor dem Verkauf abgebürstet. Doch Vorsicht ist trotzdem geboten, da immer wieder der eine oder andere Stachel standhaft ist. Um an das Fruchtfleisch zu kommen, müssen vorhandene Stacheln entfernt werden. Dafür die Kaktusfeigen einige Zeit in kaltes Wasser legen und anschließend Stacheln mit einer nicht zu harten Bürste entfernen. Dann die Frucht halbieren und auslöffeln oder die leicht trennbare Schale mit einem Messer abziehen und das weiche Fruchtfleisch in Scheiben oder Würfel schneiden. Im Inneren befinden sich mehrere kleine, schwarze Samen, die mitverzehrt werden können. Die Kaktusfeige mit ihrem frischen süß-sauren Aroma lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen - im Obstsalat, in süßen oder pikanten Spe isen.

Kapstachelbeere (Physalis): Die in den Anden beheimatete Kapstachelbeere trägt süße, leicht säuerlichen Früchte. Diese werden roh verzehrt oder in Obstsalaten, Cocktails, Marmeladen und Soßen verwendet. Im Inneren sind viele kleine Kerne, die man mitverzehren kann. Wegen ihres hohen Pektingehaltes eignet sich die Physalis besonders gut für Marmeladen, Kompott und Gelees.

Die Physalis ist reich an den Vitaminen C, Niacin, Kalzium und Phosphor. Durch den hohen Vitamin-C-Gehalt stärkt die Physalis das Immunsystem. Da sie eine harntreibende, reinigende und schweißtreibende Wirkung hat, soll sie bei Harnwegserkrankungen, Gicht, Blasen- und Nierensteinen helfen.

Kumquat: Ursprünglich stammt sie aus Vietnam und China und ist auch als Zwergorange bekannt.

Kumquats sind reich an Kalzium und Vitamin A. Außerdem enthalten sie doppelt so viel Vitamin C wie Orangen. Sie wirken entwässernd und sollen bei Husten und Verdauungsschwierigkeiten helfen. Kumquats werden nicht gedüngt, von daher ist die Schale essbar. Sie muss lediglich gewaschen werden. Das Fruchtfleisch schmeckt süßsäuerlich, während die Schale herb schmeckt, vergleichbar mit Orangeat. Die Frucht wird in der Regel mit Schale und Kernen gegessen. Durch kurzes Rollen wird die Schale weicher und nimmt einen weniger bitteren Geschmack an. Kumquats eignen sich zum Einfrieren.

Unser Tipp: An heißen Tagen kann man gefrorene Kumquats anstelle von Eiswürfeln verwenden.

Litschi: Die Litschi stammt ursprünglich aus Südchina und war dort bereits 300 vor Christus bekannt.

In China gelten Litschis nicht nur als besonders fein und edel, sondern werden auch gern als Liebesfrucht betitelt. Litschis schmecken süß und frisch und duften leicht nach Muskat und Rosen. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht mehr nach. Sie werden frisch gegessen oder zu Konserven, Saft, Eiscreme und Obstsalaten verarbeitet. Der Kern ist nicht essbar. Die Früchte sind leicht verdaulich Mit 40 mg pro 100 Gramm frischer Litschis decken sie etwa 40 Prozent des Vitamin-C-Tagesbedarfs eines Erwachsenen ab.

Pitahaya (Drachenfrucht): Ursprüngliche Heimat der Kaktusfrucht Pitahaya ist Mittelamerika. Da die Pflanze relativ langsam wächst, ist eine Ernte frühestens nach 20 Jahren möglich. Die Blüten gehören zu den größten der Welt. Die Frucht, außen rosa oder gelb, schmeckt erfrischend aromatisch, säuerlich-süß. Die Vergleiche bewegen sich zwischen Kiwi, Stachelbeere, Birne und Erdbeere. Pitahayas werden roh verzehrt, da sie beim Kochen ihr Aroma verlieren. Sie werden, ähnlich wie die Kiwi, mitsamt den kleinen schwarzen Samen ausgelöffelt. Pitahayas bestehen zu 90 Prozent aus Wasser, wirken verdauungsfördernd und enthalten viel Eisen, Calcium und Phosphor sowie die Vitamine B, C und E.

Rambutan: Der Name leitet sich vom malaiischen Wort rambut ab, das #Haar# bedeutet. Der mandelähnliche Samen ist nicht genießbar. Frische Rambutan öffnet man am besten, indem man sie leicht einritzt, beide Seitenhälften auseinander klappt und das Fruchtfleisch vom Kern löst. Gut gekühlt und roh schmeckt Rambutan mit ihrem süßen, leichtsäuerlichen Geschmack am besten. 100 g Rambutan enthalten etwa 81 g Wasser, sowie Kalzium, Eisen und Vitamin C. Die Früchte sind leicht verdaulich. Der Geschmack der Rambutan ähnelt dem einer Weintraube. Im Kühlschrank ist sie ein bis zwei Wochen haltbar.

Tamarillo: Die Tamarillo, auch Baumtomate genannt, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, ist also mit Tomate und Kartoffel verwandt. Der Geschmack ist süßlich bis leicht bitter. Das Fruchtfleisch enthält viele Kerne, die essbar sind. Die Fruchtschale ist nicht zum Verzehr bestimmt. Die Früchte werden roh oder gekocht verzehrt. Die Tamarillo kann als Obst oder als Gemüse verzehrt werden. Roh, halbiert, gezuckert oder mit Salz und Pfeffer kann man sie wie eine Kiwi auslöffeln. Besonders hoch ist der Anteil an Vitamin C, auch Provitamin A und Eisen, Kalzium, Magnesium und Phosphor sind enthalten. Bei einer kühlen Lagerung sind die Früchte bis zu einer Woche haltbar. Je weicher die Frucht, desto süßer ist sie auch.

Stichworte: Exoten, Information
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

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