Übersicht: Rezeptsuche | Rezepte | Rezept-Links | Rezeptprogramm | Impressum
Kochfreunde » Suche » Einfache Suche » Zurück zu den Suchergebnissen

REZEPTANZEIGE

Weihnachtliche Gewürze (Info)

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Weihnachtliche Gewürze (Info)
Kategorien: Feste, Gewürze, Info, Information, Weihnachten
     Menge: 1 Text
 
      1           Info
 
===============================Que====================================
 
Weihnachtlich duftende Gewürze bringen uns in gute Stimmung, sie wirken
aber auch positiv auf unseren Körper und unsere Gesundheit.
Das wusste man schon im alten Rom und im Mittelalter. Damals wurden
weite Wege zurückgelegt und Unsummen gezahlt, um an die kostbaren
Schätze zu gelangen. Heute haben wir es da etwas leichter, in jedem
Supermarkt erwartet uns eine große Auswahl. Zu den typischen
Lebkuchengewürzen gehören z.B. Anis, Zimt, Koriander, Piment und
Kardamom. Sie bilden aber auch die Grundlage der Weihnachtsbäckerei.
 * Anis wirkt mit seinen ätherischen Ölen krampflösend in Magen und
Darm, er ist somit ein gutes Mittel gegen Blähungen. Aufgrund seines
lakritzähnlichen Geschmacks wird er besonders gerne in der
Weihnachtsbäckerei verwendet. Tipp: Wer schwer einschläft, könnte es
statt heißer Milch mit Honig mal mit Anismilch versuchen: Einfach eine
Messerspitze Anis in ein Glas mit warmer Milch geben.
Beliebt ist auch Anistee, er wirkt lindernd bei Husten und
schleimlösend.
 * Der Koriander stammt aus dem östlichen Mittelmeergebiet, er ist mit
dem Anis verwandt. Das in den kleinen Kügelchen enthaltene Öl regt den
Appetit an, wirkt leicht krampflösend und hemmt das Wachstum von
Bakterien.
 * Piment schmeckt nach Nelken und Zimt und hat eine scharfe Note,
deshalb wird er auch Nelkenpfeffer genannt. In England und Amerika wird
er gerne zum Würzen von Fleisch und Suppen verwendet. Hier bei uns ist
er vor allem für die Zubereitung von Wildgerichten ist er sehr beliebt.
Er fördert die Bildung von Verdauungsenzymen und besitzt, wie der
Koriander, eine appetitanregende Wirkung.
 * Kardamom wird nur selten als reines Gewürz verwendet. Er findet
seinen Platz in vielen Gewürzmischungen für Süßes, Pikantes und sogar
Getränke. Man sollte die Kapselhüllen des Kardamoms entfernen und nur
die Samen im Mörser zerkleinern. Das Öl des Kardamom wirkt
wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze und regt die Verdauung an.
 * Die Verarbeitung von Zimt erfolgt in Handarbeit. Zimtanbau wird in
Sri Lanka (ehemals Ceylon => Ceylon-Zimtbaum) und in China, Indonesien
und Madagaskar (=> Chinesischer Zimtbaum) betrieben.
 Zimt wird in Gewürzmischungen der indischen, persischen und arabischen
Küche für pikante Gerichte verwendet. Wir kennen es eher in Kombination
mit Süßem, z.B. Apfel- oder Pflaumenmus, Stollen oder Glühwein. Zimt
beinhaltet ein stark wirkendes ätherisches Öl, das die Magenschleimhaut
stimuliert und die Bildung von Magensaft anregt. Viele Heilungseffekte,
die dem Zimt in den letzten Jahren zugeschrieben worden sind, z.B. bei
Diabetes, Arteriosklerose oder Übergewicht, sind mit Vorsicht zu
bewerten.
 Vorsicht auch bei der Wahl der Zimtsorte: Greifen Sie immer zu dem
hochwertigen Ceylon-Zimt. Denn er enthält nur geringe Mengen des
schädlichen Stoffes Cumarin. Der günstigere Cassia-Zimt hingegen
enthält hohe Mengen und sollte deshalb nicht verwendet werden. Bei
Zimtpulver ist es für den Verbraucher oft kaum möglich, Ceylon-Zimt von
Cassia-Zimt zu unterscheiden. Gute Anlaufstellen sind Bioläden oder
Reformhäuser, hier sollte man davon ausgehen können, dass die
Deklaration auf der Verpackung eindeutig ist. Eine andere Möglichkeit:
Ganze Stangen kaufen, denn hier wird der Unterschied offensichtlich:
Cassia-Zimt ist im Prinzip eine dicke Rindenschicht, die zu einem
Röllchen eingerollt ist. Bei der Ceylon-Zimtstange hingegen sind
mehrere feine Rinden zu einer Stange zusammengerollt, sie ähnelt im
Querschnitt einer angeschnittenen Zigarre.
 _Noch ein paar Tipps_  Gewürze sind sehr sensible Naturprodukte, sie
sollten daher luftdicht und dunkel gelagert werden. Damit das Aroma gut
erhalten bleibt, am besten unzerkleinert kaufen und kurz vor dem
Gebrauch selbst mahlen. Dazu verwendet man am besten einen Mörser,
alternativ geht es auch mit einer Gewürzmühle (idealerweise mit
Keramikmahlwerk). Gewürze sollten nicht direkt am Wasserdampf bzw.
an Hitzequellen stehen.
 Experte im Studio: Sven Bach, Ernährungsberater 
http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/haushalt/-/id=2244116/nid=2244116/
did=2723030/o0y54k/index.html  
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
=====

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum