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Steckbrief: Rhabarber I - Rheum Palmatum

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Steckbrief: Rhabarber I  - Rheum Palmatum
Kategorien: Gemüse, Info, Rhabarber
     Menge: 1 Info
 
======================Erfasst Am 06===================================
                  Ilka Spieß
 
===============================Que====================================
 
: Obst oder Gemüse? Rhabarber schon seit 4000 Jahren kultiviert : Ein
Hinweis gleich am Anfang: : Zum Kochen von Rhabarber kein
Metallgeschirr verwenden, da dieses : angegriffen wird.
 Rhabarber - Obst oder Gemüse? Obst, na klar, ohne Zweifel. Es schmeckt
nach Obst und wird ja auch wie Obst verwendet: als Kompott, als
Fruchtgrütze, als Kuchenbelag, zur Marmeladenherstellung. und trotzdem:
der Rhabarber, Rheum rhabarbarum, ist ein Gemüse!  Ein fruchtiges
Gemüse. Bekannt ist der Rhabarber sehr lange, denn schon vor mehr als
4000 Jahren wurden die Rhizome zu medizinischen Zwecken genutzt. Die
Verwendung als Gemüse begann erst Mitte des 18.
Jahrhunderts in England, bevor der Rhabarber etwa 100 Jahre später in
Deutschland bekannt wurde.
 Wie Sauerampfer gehört der Rhabarber zu den Knöterichgewächsen
Polygonaceae. Er ist eine ausdauernde Pflanze, mit einem unterirdischen
dicken Rhizom mit fleischigen Wurzeln, also eine Staude.
Im Herbst zieht der Rhabarber ein und überwintert in den sehr
frostharten Rhizomen.
 Durch den hohen Anteil an Apfel- und Oxalsäure hat der Rhabarber eine
durstlöschende, erfrischende, verdauungsanregende und auch bakterizide
Wirkung. Verwendet werden nur die Stiele, denn die Blätter enthalten
unverträgliche Bitterstoffe. Nieren- oder zuckerkranke Personen sollten
auch beim Verzehr von Stielen vorsichtig sein.
 Die Ernte beginnt im Mai. Um sie zu verfrühen, kann im Februar über
die Rhabarberstaude eine Folie gedeckt werden. Hervorragend bewährt hat
es sich auch, einen großen Mörtelkübel über die Pflanze zu stülpen.
 Auf diese Weise sind die ersten Stiele bereits im April erntefähig.
Je Erntegang sollten aber nicht mehr als drei bis vier mittelstarke
Blattstiele herausgedreht werden.
 Die Rhabarberernte endet Mitte Juni, weil der Oxalsäuregehalt ansteigt
und die Pflanze genügend Zeit zum Kräftesammeln benötigt.
 Der Rhabarber ist ein sehr einfach zu handhabendes und robustes
Gemüse, wenn einige Regeln beachtet werden. Da der Rhabarber ein
Tiefwurzler ist, muss eine gründliche und tiefe Bodenbearbeitung vor
einer Neupflanzung durchgeführt werden. Besondere Ansprüche an den
Boden werden nicht gestellt.
 Um sie ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, empfiehlt es sich
nach der Ernte zu düngen, z. B. mit Kompost, damit sich kräftige
Wurzeln und Rhizome bilden können. Die beste Zeit einer Pflanzung oder
auch Teilung vorhandener Stauden ist der Monat Oktober, dann können bis
zum Winter noch genügend Wurzeln wachsen. Wichtig ist, dass jedes
Pflanzstück mindestens 500 g wiegt und wenigstens eine Knospe besitzt.
 Da der Rhabarber sehr groß wird, reichen zwei bis vier Pflanzen für
eine Familie. Jede Pflanze beansprucht einen Quadratmeter. Die sich im
Mai bildenden Blütenknospen sollten rasch ausgebrochen werden, denn sie
entziehen der Pflanze unnötig Kraft. Selten ist Rhabarber sortenrein im
Handel. Es gibt Sorten mit grünen und roten Stängeln. Manche Typen
bleiben als Kuchenbelag eher fest, andere geben viel Feuchtigkeit ab.
 wird fortgesetzt.....
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum