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Sprosse aus dem Zimmergarten

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Sprosse aus dem Zimmergarten
Kategorien: Alfalfa, Grüne, Information, Kresse, Linse, März, Soja
     Menge: 1 Keine Angabe
 
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Keimen ist ein Gartenspaß für Ungeduldige, denn bereits 2 bis 7 Tage
nach der Aussaat kann die Ernte eingebracht werden - und das auch ohne
grünen Daumen. Die Samen explodieren förmlich beim Kontakt mit Wasser,
dasselbe tut der Vitamingehalt: eine Handvoll Alfalfa enthält mehr
Vitamin C als ein l Orangensaft. Keimen Sie jedoch immer nur Samen, die
speziell zum Sprossen bestimmt sind.
 Die Wahl des Gefäßes: Als Gefäße für einen Zimmergarten eignen sich
Plastikschalen, Suppenteller oder ein rostfreies Blech - in diesem Fall
müssen die Keime sehr regelmäßig mit einem Pflanzenbefeuchter oder
Wäschesprenger eingenebelt werden.
Dieselben Gefäße, mit einer Schicht Zellstoffwatte oder mit
Fliesspapier ausgelegt, halten die Pflänzchen besser feucht, bei der
Ernte müssen jedoch die Wurzeln geopfert oder aber Fasern herausgezupft
werden.
Am einfachsten ist das Keimen in einer der speziellen Keimboxen, wo die
Pflanzen feucht bleiben und dennoch mit Stumpf und Stiel herausgehoben
und verwendet werden können.
 So sprießen die Keime: Die trockenen Samen werden im Keimgefäß locker
ausgestreut und benetzt Entweder gießt man Wasser über sie und
anschließend wieder ab, oder man sprüht sie ein. Je nach Pflanzenart
kommen die Keimgelasse nun an einen hellen Standort oder in einen
dunklen Schrank, z. B. in den kalten Backofen, oder sie werden mit
einem umgekehrten Suppenteller verdunkelt. Am liebsten haben sie
Zimmertemperatur.
 Einen Tag nach der ersten Wasserzugabe haben die Samen - in unserem
Fall vom Spross-Rettich - ihr Volumen vergrößert. Manche Arten quellen
dick auf, andere entwickeln an der Außenseite eine geleeartige
Nährschicht. Von nun an müssen die Samen immer feucht bleiben, dürfen
aber nicht zu nass haben, weil sie sonst schimmeln und faulen.
 Am zweiten Tag werden die ersten Keime sichtbar. Aus der geplatzten
Samenhülle sprießt einerseits der Keimling, anderseits ein feines
Würzelchen, das manchmal so winzig verzweigt ist, dass es wie ein
schneeweißer Schimmelpilz aussieht.
 Die Rettich-Sprosse wachsen nun sehr rasch und bekommen, sobald sie am
Licht stehen, eine grüne Farbe. Bereits vier Tage nach der Aussaat
können Ungeduldige die ersten Kostproben auszupfen.
 Am sechsten Tag können die Rettichpflänzlein geerntet und mit allem
Drum und Dran gegessen werden. Im Kühlschrank halten sich die Keime
einige Tage, sie sind jedoch wesentlich aromatischer und
vitaminreicher, wenn sie sofort nach der Ernte genossen werden.
 Kresse: Die angenehm bitterlichen Kressekeime sind reich an Karolin,
den Vitaminen C, BI, 82 und E. Dazu enthalten sie wichtige
Spurenelemente wie Schwefel, Kalium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und
Jod. Keimen: 1 El Kressesamen ausbreiten, an einen hellen Platz, aber
nicht ins direkte Sonnenlicht stellen, täglich befeuchten und nach 5-7
Tagen ernten.
 Spross-Rettich: Schon die winzigen Keime entwickeln die rassige
Schärfe und den markanten Duft des Rettichs. Die pikanten Pflänzchen
enthalten die Vitamine B und C und viele Mineralstoffe. Keimen: 2 El
Samen ausstreuen und l- 2mal täglich befeuchten. An einem dunklen, nach
2-3 Tagen an einem hellen Ort aufstellen und ernten, wenn die
Pflänzchen 5-8 cm hoch sind. Das dauert ca. 4-6 Tage.
 Alfalfa: Die Pflänzchen der blauen Luzerne, auch Schneckenklee
genannt, sind milder als Kresse und wertvolle Vitaminspender. Alfalfa
enthält sechsmal mehr Vitamin C als die gleiche Menge Orangen, viel
Riboflavin (Vitamin B2), Eiweiß und wertvolle Mineralstoffe. Keimen:
Nur 1 El ausstreuen, da die Keime etwa lOmal mehr Platz brauchen als
die Samen. An einem hellen, schattigen Ort aufstellen, einmal täglich
befeuchten und nach 4-6 Tagen verwenden.
 Weizen: Das herrliche Getreidearoma passt zu süßen und salzigen
Zutaten, zu Müesli, Salat oder in ein selbstgebackenes Brot. Weizen
enthält viel Vitamin E und F, Vitamine der B-Gruppe sowie andere
wichtige Nährstoffe.
Keimen: 2-3 El Weizenkörner l-2mal täglich befeuchten.
Nach 2 Tagen im Hellen oder im Dunkeln ist der Vitamingehalt am
höchsten und der Geschmack am besten - alte Keime schmecken grasig.
 Linsen: Das Linsenaroma wirkt sehr apart in den zierlichen Keimlingen
mit Samenhülle; sie sind eine feine Nascherei. Die Linsen enthalten
viel Eiweiß, die Vitamine B, C und E sowie viele Spurenelemente.
Keimen: 2 El Linsen ausstreuen, täglich l-2mal befeuchten, hell oder
dunkel aufstellen. Die Keimlinge haben nach 3-4 Tagen den höchsten
Vitamingehalt und schmecken dann auch am besten.
 Grüne Soja, Mungbohnen: Die knackigen, milden Sojasprossen sind ein
wesentlicher Bestandteil der chinesischen Küche. Sie enthalten
vollwertiges Eiweiß, hochungesättigte Fettsäuren, viele Mineralstoffe
und praktisch alle lebenswichtigen Vitamine.
Keimen: Knapp 2 Esslöffel Bohnen ausstreuen und 2mal täglich
befeuchten. An einem dunklen Ort aufstellen, nach 2-6 Tagen ungekeimte
Bohnen entfernen und ernten.
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum