Übersicht: Rezeptsuche | Rezepte | Rezept-Links | Rezeptprogramm | Impressum
Kochfreunde » Suche » Einfache Suche » Zurück zu den Suchergebnissen

REZEPTANZEIGE

Schwarzwurzel - Spargel des Winters

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Schwarzwurzel - Spargel des Winters
Kategorien: Gemüse, Information, Schwarzwurzel
     Menge: 1 Keine Angabe
 
===============================Que====================================
 
Spanien ist die Heimat der Schwarzwurzel. Vom Mittelalter bis zum 16.
Jahrhundert war die Pflanze zunächst nur in wilder Form bekannt und
galt als Heilpflanze gegen Pest und Schlangenbisse. Seit 300 Jahren
wird die Schwarzwurzel als Gemüse genutzt. Bedeutende Produktionsländer
der Schwarzwurzel sind heutzutage Belgien, Frankreich und die
Niederlande. Die gewerbliche Anbaufläche in Deutschland ist eher
bescheiden. Sie liegt überwiegend in Bayern. Gründe für den geringen
Anbau sind das lange Wachstum, die schwierige Ernte sowie die eher
unbequeme Zubereitung der Schwarzwurzel. Das Gemüse kann eine Länge von
mehr als 30 Zentimetern und eine Dicke von drei bis vier Zentimetern
erreichen. Seine Saison dauert von Oktober bis April. Das Gemüse wächst
auch im Herbst noch und ist winterhart. Schwarzwurzeln werden auch
"Spargel des Winters" genannt, weil ihr leicht nussiger Geschmack an
Spargel erinnert und die geschälten Schwarzwurzelstückchen wie
Spargelabschnitte aussehen.
 Inhaltstoffe: Gegenüber anderem Gemüse zeichnen sich Schwarzwurzeln
vor allem durch ihren hohen Anteil an Mineralstoffen wie Eisen und
Kalium aus. Der Eisengehalt ist ähnlich hoch wie von Spinat und
Petersilienwurzeln. Außerdem sind viele Kohlenhydrate in Schwarzwurzeln
enthalten, wobei die Polysaccheride (Mehrfachzucker, wie z.B. Stärke)
vor allem aus Inulin bestehen. Inulin setzt sich aus
Fruchtzuckermolekülen zusammen, die im menschlichen Körper unabhängig
von Insulin verbraucht werden. Aus diesem Grund baute man
Schwarzwurzeln lange Zeit als Diätpflanze für Diabetiker an, bevor sie
wieder Bestandteil des allgemeinen Gemüsesortiments wurde. Trotzdem
sind Schwarzwurzeln im Prinzip Schonkost und leicht verdaulich.
 Einkauf und Lagerung: Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die
Schwarzwurzeln fest sind. Sie dürfen auch nicht gebrochen sein. Ein
Merkmal für Frische ist, wenn beim Anschneiden der Wurzel sofort
milchiger Saft austritt.
 Im Gemüsefach des Kühlschranks lässt sich das Gemüse etwa eine Woche
aufbewahren. An einem kühlen trockenen Ort in einer Kiste mit Sand kann
man Schwarzwurzeln problemlos für über einen Monat lagern.
 Verwendung: Schwarzwurzeln verdanken ihren Namen zum einen ihrer
schwarzbraunen Schale, zum anderen der Tatsache, dass ihr Saft an den
Händen dunkle Flecken hinterlässt. Zum Putzen des Gemüses sollte man
deshalb am besten Gummihandschuhe anziehen. Die Wurzeln werden zuerst
unter fließendem Wasser gründlich abgebürstet und anschließend
geschält. Die Stangen gehören dann sofort in kaltes Wasser mit Essig,
denn der in Schwarzwurzeln enthaltene Milchsaft beginnt schon nach
wenigen Sekunden sich zu verändern und verfärbt das Fruchtfleisch. Da
das Schälen der Wurzel zeitaufwändig ist, kann man die Stangen je nach
Weiterverarbeitung auch ungeschält in reichlich Salzwasser mit etwas
Essig 20 bis 25 Minuten garen - nach dem Abkühlen lässt sich die Haut
dann gut abziehen.
 Schwarzwurzeln lassen sich zu pürierten Suppen verarbeiten sowie als
Gemüsebeilage mit oder ohne Béchamelsauce verwenden. "Gepellte"
Schwarzwurzeln ergeben mit Möhren, Äpfeln und Mandeln oder Schinken
einen leckeren Salat oder mit Möhren, Zwiebeln und Sellerie einen
Gemüseeintopf. Schließlich lassen sie sich auch paniert oder in Teig
getaucht ausbacken oder braten.
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
=====

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum