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Rosenkohl: klein aber fein

MMMMM----------MEAL-MASTER Format (B&S REZEPT-WEB 1.0)
 
     Title: Rosenkohl: klein aber fein
Categories: Grundlagen, Informationen
     Yield: 1 Keine Angabe
 
Rosenkohl wird weltweit angebaut. In Deutschland startet die Saison
Ende Oktober und geht bis Januar, wobei er nach dem ersten Frost
besonders gut und zart ist. Die grünen Knöllchen sind der
kleinste und jüngste Spross der Kohlfamilie, ein eher junges
Gemüse, denn Rosenkohl wurde vor erst 100 Jahren in der Nähe
von Brüssel zum ersten mal angebaut, daher auch der
ursprüngl. Name *Choux de Bruxelles" (*Brüsseler Sprossen"
oder *Brüsseler Kohl").
 Nur rund 15 Prozent der bei uns gegessenen Röschen stammt aus
heimischem Anbau. Über 80 Prozent sind Importware, Daher auf dem
Markt immer nach frischer heimischer Ware fragen, denn je kürzer
seine Transportwege waren, desto frischer und umso gesünder ist
er.
 Merkmale / Geschmack: Röschen sollten fest geschlossen und
druckfest sein. Zu vermeiden sind schon geöffnete oder leicht
gelbe Minikohlköpfe. Beim Einkauf außerdem darauf achten,
dass die Schnittstellen frisch sind. Je trockener die
äußeren Blätter, desto länger liegt die Ernte
zurück.
Rosenkohl hat einen würzigen, leicht herben Geschmack. Manche
finden ihn zu bitter, wobei viele Züchter den bitteren
Beigeschmack in den vergangenen Jahren gemildert haben.
 Die frühen Sorten - wie bei anderen Gemüsearten auch - sind
etwas heller im Hüllblatt, die späteren dunkler.
Farbunterschiede im Grünbereich sagen also nichts über
Qualität oder Frische aus.
 Innere Werte: Rosenkohl ist zwar etwas kalorienreicher als seine
Verwandten, dafür aber noch gesünder: gerade die enthaltenen
Bitterstoffe machen ihn so wertvoll, denn sie haben eine Krebs hemmende
Wirkung. Außerdem hat er viel Vitamin B und C, Kalium und jede
Menge Ballaststoffe. Spezielle Nährstoffkombinationen in den
Blättchen sollen die Konzentrationsfähigkeit fördern und
die Nerven beruhigen.
 Die Knöllchen enthalten ähnlich wie Grünkohl zwei- bis
dreimal soviel Eiweiß wie andere Gemüsesorten. Rosenkohl hat
zudem einen der höchsten Vitamin C-Gehalte aller Gemüse und
liefert beispielsweise mit einer 200-Gramm-Portion den Tagesbedarf an
Folsäure. Wie alle Kohlarten wartet er mit dem für die
Blutgerinnung so wichtigen Vitamin K auf (in einer extrem hohen
Konzentration). Und mit wertvollen Glucosinolaten, die der Entstehung
von Krebs entgegen wirken.
 Zubereitung: Roh ist Rosenkohl ungenießbar. Die Röschen
lassen sich jedoch schnell und leicht putzen: Strunk und
äußere lose Blätter entfernen und dann unter
fließendem Wasser waschen.
 Zum gleichmäßigen Garen: Kreuz in Stielansatz ritzen, in
leicht gesalzenem Wasser kurz dünsten, auf keine Fall zu lang,
dann wird der Geschmack zu aufdringlich. Durch Zugabe von Milch
lässt sich der Kohlgeschmack mildern. Fein gehackte, angebratene
Zwiebeln verleihen ihm eine besonders köstliche Note. Mit
Muskatnuss und Basilikum gewürzt, mit etwas Butter oder Sahne
übergossen, passt Rosenkohl hervorragend zu Fleisch Wild und
Geflügel. Richtig "aufmotzen" können Sie Rosenkohl, wenn Sie
ihn zusammen mit karamellisierten Maronen servieren - ein besonderer
Gaumenschmaus in der Weihnachtszeit.
:Stichworte     : Information, Rosenkohl
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
MMMMM

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum