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Rettich (Info)

MMMMM----------MEAL-MASTER Format (B&S REZEPT-WEB 1.0)
 
     Title: Rettich (Info)
Categories: Information, Gemüse
     Yield: 1 Text
 
      1    Info
 
Rettiche stammen aus Asien und gehören zu den ältesten
Kulturpflanzen der Erde. Bereits beim Bau der Cheops-Pyramide um 2600
v.Chr. verabreichte man die würzige Wurzel den Sklaven gegen
Infektionen. Nach Süddeutschland kam der Rettich erst mit den
Römern. Im Mittelalter galt Rettichschnaps als ein beliebtes
Mittel gegen Bisse giftiger Tiere. Für arme Bergbauern war der
"Radi" stets ein wertvolles Gemüse, das gemeinsam mit Kartoffeln
und eingelegten Eiern über den ertragslosen Winter half. Durch
seine Robustheit ist der Rettich heute einer der Favoriten bei
Hobbygärtnern, zählt aber in China, Japan und Korea nach wie
vor zu den Grundnahrungsmitteln.
 Sorten: Der Rettich ist ein Gemüse, von dem wir nur die verdickte
Wurzel verzehren. Angebaut wird bei uns der sehr scharfe
Europäische oder Gartenrettich und der sehr große milde
Japanrettich. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich in Form und
Farbe. Sie können von oval bis zapfenförmig sein und bis zu
50 cm lang werden. Die glatte oder raue Schale kann dabei weiß
oder rot (bei den milden Frühjahrs- und Sommerrettichen), schwarz
oder sogar bläulich (bei den sehr scharfen Winterrettichen)
gefärbt sein. Das innere Fleisch ist aber immer hell.
 Gesundheit: Rettiche regen die Bildung von Galle und den Gallenfluss
an. Ursache sind die enthaltenen Bitterstoffe und Senföle, die
auch für Geruch und Schärfe der Wurzel verantwortlich sind.
Die niedrige Rate von Gallenleiden in Süddeutschland wird auf den
häufigen Verzehr von "Radis" zurückgeführt. Da die
Senföle stark antibakteriell und auch antimykotisch (gegen Pilze)
wirken, ist der Rettich ein gutes Mittel gegen Husten, er wirkt
schleimlösend und entzündungshemmend auf die
Schleimhäute von Nase, Nebenhöhlen und Rachen.
Die vielen bioaktiven Substanzen im Rettich kurbeln die Bildung von
Entgiftungsenzymen an und bieten so Schutz vor Krebserkrankungen.
Zudem enthält der Rettich viel Kalium, Kalzium, Eisen, Natrium und
Phosphor. Er wirkt harntreibend, kann aber bei
übermäßigem Genuss Durchfall hervorrufen.
 Hausmittel: Schleimlösend wirkt Rettich, wenn Sie ihn
aushöhlen und mit Honig füllen. Dann lassen Sie ihn drei bis
vier Stunden stehen. Gießen Sie den Saft ab und nehmen Sie ihn
mehrmals täglich teelöffelweise ein. Bei
Verdauungsbeschwerden hilft dreimal täglich ein Glas frischer
Rettichsaft zu den Mahlzeiten.
 Achtung Salz! Rettich wird oft stark gesalzen und so "zum Weinen"
gebracht, um ihm die Schärfe zu nehmen. Dabei werden allerdings
auch ein Großteil der gesunden Senföle zerstört und die
Heilwirkung geht verloren.
Besser ist es, Rettiche nur sparsam und immer erst kurz vor dem Verzehr
zu salzen.
 Einkauf und Lagerung Sehr große und dicke Rettiche sind
häufig innen holzig. Achten Sie deshalb darauf, dass die Wurzel
einen Durchmesser von maximal 7 cm hat. Viele Händler bieten auch
eine Schnittprobe an. Zudem sollte ein Rettich fest und ohne Risse
sein, das Laub muss frisch und saftig aussehen.
Die zarteren Frühjahrs- und Sommerrettiche kann man nur ganz kurze
Zeit frisch halten. Am besten wickelt man sie dazu in ein feuchtes
Geschirrtuch und gibt sie in den Kühlschrank. Die robusteren
Winterrettiche hingegen kann man bei 0 Grad bis zu vier Monate lagern.
Zum Tiefkühlen eignen sich Rettiche aber ausschließlich als
bereits gegartes Gemüse.
 Zubereitung: Je nach Anbaugebiet können Rettiche mehr oder
weniger nitrathaltig sein. Bei ausgiebigem Verzehr und wenn das
Gemüse nicht vom Biobauern stammt, sollten Sie Rettiche daher
stets schälen. Bei Frühlings- und Sommerrettichen reicht es
manchmal auch aus, die Wurzel gründlich zu waschen, die dunkleren
Winterrettiche müssen grundsätzlich geschält werden.
Zubereiten kann man Rettiche übrigens nicht nur kalt als Salat,
sondern sie eignen sich durchaus auch als gedünstetes Gemüse,
etwa mit einer würzigen Curry- oder Sojasauce.
:Stichworte     : Gemüse, Info, Information, Rettich
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum