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Paprika (Info)

MMMMM----------MEAL-MASTER Format (B&S REZEPT-WEB 1.0)
 
     Title: Paprika (Info)
Categories: Information, Gemüse
     Yield: 1 Text
 
      1    Info
 
Die ursprüngliche Heimat des Paprikas ist Südamerika. Auf
seinen Entdeckungsfahrten hielt Christoph Kolumbus die scharfen Schoten
zunächst für eine indische Pfeffersorte. Er brachte sie mit
nach Europa, wo Paprika zunächst nur in Spanien kultiviert wurde,
weshalb man auch von "Spanischem Pfeffer" sprach. Vor allem in
Adelskreisen schwärmte man damals für das Gemüse, das so
"süß wie die Sünde" und dabei so "scharf wie der
Teufel" sei. Der liebliche süße Geschmack der heutigen
Schoten gelang übrigens erst in späteren Züchtungen.
Ungarische Bauern nahmen sich des Gewächses an, entwickelten den
heute so beliebten, dickfleischigen Gemüsepaprika und machten ihn
zu ihrem Nationalgewächs. In Deutschland wurde das
Nachtschattengewächs erst nach dem 2.
Weltkrieg populär.
 Sorten: Alle Paprikaarten stammen von einer Sorte ab und sind auch
botanisch gesehen gleich: Eine hohle Beere mit fleischiger Wand, im
Innern zahlreiche weiße Samenkörner. Je nach Züchtung
unterscheiden sich die Schoten in Form (flachrund, kugelig, blockig,
walzen- oder herzförmig, stumpf oder spitz auslaufend), im
Geschmack (von würzig bis leicht süßlich) und vor allem
in der Farbe (grün, gelb, rot, etwas seltener weiß, orange,
schwarz, violett oder braun). Die Farbe kann bei manchen Sorten den
Reifezustand zeigen (von grün über gelb zu rot) oder auf den
Geschmack hinweisen: Die unreifen grünen Schoten schmecken eher
frisch und würzig, gelbe sind etwas milder, der ausgereifte rote
Paprika wird süßlich. Die Modesorten in schwarz, braun oder
violett verlieren beim Kochen ihre Farbe und schmecken wie grüner
Paprika.
 Gesundheit: Rekordverdächtig ist bei Paprika vor allem der
Vitamin C-Gehalt: Mit einer halben roten Paprikaschote kann bereits der
Tagesbedarf gedeckt werden. Roter Paprika ist übrigens viel
vitaminreicher ist als grüner, der Beta-Carotin Gehalt ist sogar
30 Mal höher, weil der Vitamingehalt mit zunehmendem Reifegehalt
steigt. Beta-Carotin schützt zum einen unsere Zellen vor den
gefährlichen, krebsauslösenden freien Radikalen, zum andern
bildet unser Körper daraus das wertvolle Vitamin A, das besonders
wichtig für die Augen ist. Außerdem sind Paprikas sehr
kalorienarm, enthalten Mineralstoffe (Kalium und Eisen) und
Ballaststoffe. Sie wirken harntreibend, anregend und
verdauungsfördernd, ihr Scharfmacher Capsaicin feuert unser Gehirn
zu Höchstleistungen an. Bei Verdauungsbeschwerden sollte man
Paprika allerdings immer schälen.
 Einkauf: Die beste Qualität bekommt man von Juli bis November.
Die Schoten sollten knackig, fest und glänzend sein und keine
weichen Stellen aufweisen. Achten Sie darauf, dass der Stielansatz
nicht schrumpelig ist. Dort kann sich Schimmel bilden, wenn der Paprika
zu lange gelagert worden ist. Diese Schoten sollten Sie auf jeden Fall
liegen lassen.
 Aufbewahrung: Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sich die
grünen Paprikas 4-6 Tage. Die roten, gelben und weißen
Schoten können wegen der weicheren Haut und des saftigen
Fruchtfleisches nur 2-3 Tage aufbewahrt werden. Geschmack und
Nährstoffe bleiben nur bei ganzen Paprikaschoten bleiben gut
erhalten! Nur zum Einfrieren halbiert man die Früchte, entfernt
Stiel und Kerne, dann können die Schoten bis zu 8 Monaten in der
Tiefkühltruhe gelagert werden.
 Zubereitung: Die Schoten waschen, dann Stiel und Kerngehäuse
entfernen. Beim rohen Verzehr bleiben die Nährstoffe und der
Geschmack am besten erhalten: man kann ihn zum Salat in Würfel
oder Streifen schneiden.
Streifen eignen sich auch toll zum Dippen in eine Quarksauce.
Um Paprika ohne Haut zu genießen, grillen Sie die geviertelten
Schoten für etwa 10 Minuten, bis sich die Schale schwarzbraun
verfärbt und Blasen wirft. Danach mit Eiswasser abschrecken oder
kurz in die Gefriertruhe legen, dann lässt sich die Haut
mühelos abziehen.
Tipp: Beim Kochen keine säurehaltigen Zusätze wie Wein oder
Zitrone verwenden, da die Schoten sonst bräunlich werden. Nur mit
etwas Wasser dünsten und den Wein erst kurz vor dem Servieren
dazugeben.
:Stichworte     : Gemüse, Info, Information, Paprika
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
MMMMM

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum