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Beereflare (Birnenmuskuchen)

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Beereflare (Birnenmuskuchen)
Kategorien: Birne, Hunsrück, Kuchen
     Menge: 1 Keine Angabe
 
==========================Für den H===================================
    500    Gramm  Mehl,
     75    Gramm  Butter,
      1           Ei,
    1/4      Ltr. Milch,
      1    Prise  Salz,
      4     Essl. Zucker,
     40    Gramm  Hefe,
                  Butter zum Einfetten
 
===========================Für den====================================
    400    Gramm  getrocknete Birnenschnitze,
                  Zucker,
                  gemahlener Sternanis,
                  Zimt,
    1/2     Glas  Weißwein oder Rotwein,
      1           Schnapsglas Zwetschgen- oder
                  Birnenschnaps oder
                  Trester
 
===============================Que====================================
 
Beereflare gab es im Hunsrück zu allen Hochzeitsfesten, Kindtaufen und
zur Kerp (Kirmes, Kirchweihe). Dieses Rezept stammt aus dem kleinen
Dorf Holzbach bei Simmern, dort wird er auch heute noch gerne gebacken.
Früher wurden für den Beereflare kleine runde, dicke Birnen gesammelt,
die sogenannte Faatsbeer, eine in den Hunsrücker Wäldern wildwachsende
Birne. Zum Trocknen wurden die Birnen geviertelt und im Backes
(Brotbackofen der Gemeinde) nach dem Brotbacken, mit der im Ofen noch
vorhandenen Wärme, getrocknet. Die Birnenschnitze bewahrte man bis zum
Backen in Leinensäckchen auf und hängte sie auf den Speicher. Der
Beereflare wird heute auch mit anderen Birnen gebacken; je aromatischer
die Birne ist, desto köstlicher schmeckt später der Kuchen.
 Der Teig für den Beereflare wird nach dem Grundrezept für Hefeteig
zubereitet. Den vorbereiteten Hefeteig in eine gefettete Springform
geben, den Rand hochdrücken. Wer den Kuchen mit einem Riemchengitter
belegen möchte, kann für den Boden 2/3 des Teiges verwenden und das
andere Drittel ausrollen. Nun Streifen ausradeln, die dann zum Schluss
wie ein Gitter über den Belag gelegt werden. Für den Belag werden die
Birnenschnitze über nacht in kaltem Wasser eingeweicht und in dieser
Brühe gekocht. Nun werden sie immer wieder durch ein Sieb gestrichen,
erst durch ein Sieb mit groben Löchern, später durch ein feineres Sieb.
Man gibt reichlich Zucker dazu, bis das Birnenmus dunkelbraun wird und
glänzt. Nun das Mus mit gemahlenem Sternanis und Zimt verfeinern. Je
nach Wunsch rührt man Rot- oder Weißwein, Quetscheschnaps
(Zwetschgenschnaps), Beereschnaps (Birnenschnaps) oder Trester unter.
Mit dem Birnenmus bestreicht man dick den vorbereiteten Hefeteig und
kratzt mit der Gabel Gitter- oder Schlangenmuster in das Mus. J etzt
den Beereflare bei 220 Grad C backen, bis der Boden goldbraun und
knusprig ist. Der köstliche Beereflare wird mit frischer Sahne zum
Kaffee serviert.
 (Christiane Becker: Die Hunsrücker Küche, erschienen im Selbstverlag
der Autorin, Bremen 1, Ostendorpstr. 9, Tel.: 0421/702550)
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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