Übersicht: Rezeptsuche | Rezepte | Rezept-Links | Rezeptprogramm | Impressum
Kochfreunde » Suche » Einfache Suche » Zurück zu den Suchergebnissen

REZEPTANZEIGE

Nashi (Info)

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Nashi (Info)
Kategorien: Info, Information, Nashi, Obst
     Menge: 1 Text
 
      1           Info
 
===============================Que====================================
 
Nashis - Apfel, Birne oder was? "Nashi" stammt aus dem Japanischen und
bedeutet übersetzt "Birne".
Wie unsere heimischen Äpfel und Birnen gehört die Nashi (Pyrus
pyrifolia) zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist ein
Kernobst. Einerseits schmeckt sie köstlich nach Birne, andererseits
erinnern ihr festes Fruchtfleisch sowie ihre rundliche Form eher an
einen Apfel. Daher wird die Nashi oft als Apfelbirne bezeichnet, sie
ist aber auch unter den Bezeichnungen Nashibirne, Japanische Birne oder
Asiatische Birne bekannt.
 Herkunft: Ursprünglich stammt der Nashibaum aus Japan, Nordchina und
Korea.
In Japan nimmt die Frucht auf der Skala der beliebtesten Obstarten nach
Äpfeln und Zitrusfrüchten den dritten Rang ein. Mittlerweile werden
Nashis auch in anderen Ländern mit gemäßigten Klimaten, vor allem
Neuseeland, Australien, USA, Brasilien, Italien, Spanien, Portugal und
Frankreich, kultiviert. Aber auch in Deutschland trifft man bereits auf
einige Nashibäume.
 Sorten: Die Sortenvielfalt ist nicht ganz so groß wie bei den Äpfeln
und Birnen, obwohl allein in Japan über 1200 verschiedene Sorten
bekannt sind. Für den Export wird allerdings fast ausschließlich die
wohlklingende Sorte Nijiseiki ("20. Jahrhundert") geerntet. Sie ist in
etwa so groß wie ein Apfel, hat eine grüngelbe glatte Schale und ihr
kernloses Fruchtfleisch schmeckt knackig und saftig.
Aus dem zweiten Hauptexportland Neuseeland kommt vorzugsweise die Sorte
Hosui, deren Früchte mittelgroß bis groß auswachsen. Sie haben eine
braune, goldberostete raue Schale und können ein Gewicht von bis zu
500g erreichen.
Die Endung sui im Namen weist übrigens auf eine raue Schale hin,
während seiki eine glatte Schale bezeichnet. Die Fruchthülle aller
Nashi-Sorten ist recht dünn. Ihr helles Fruchtfleisch schmeckt leicht
säuerlich bis süß und hat eine mehr oder weniger starke körnige
Konsistenz.
 Ernte Fast alle in Deutschland angebotenen Nashis sind importiert.
Daher sind sie auch praktisch das ganze Jahr über verfügbar. In Amerika
setzt die Ernte mit den japanischen Sorten Ende Juli ein und endet mit
den chinesischen Mitte September. Zwischen September und Januar kommen
die Früchte direkt aus Japan. Nashis aus Deutschland können von August
bis Oktober geerntet werden. Die Besonderheit bei der Ernte besteht
darin, dass die Früchte - anders als die heimischen Birnen - vollreif
geerntet werden, denn sie reifen nach der Ernte nicht mehr nach.
Dennoch ist das Fruchtfleisch fest.
 Gesundheit: Der Nähwertgehalt der Nashis entspricht in etwa dem der
europäischen Birne. Die kalorienarmen Früchte (40kcal/100g) haben
aufgrund ihres hohen Wasser- und Kaliumgehalts eine entwässernde
Funktion und wirken hilfreich bei Nieren- und Blasenproblemen. Einen
leicht säuerlichen Geschmack erhält das exotische Obst durch die Apfel-
und Zitronensäure.
Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist am höchsten, wenn Sie die
Schale mitessen. Die Aufnahme der enthaltenen Ballaststoffe unterstützt
die Darmtätigkeit und wirkt somit Verstopfungen entgegen. Die
traditionelle fernöstliche Volksmedizin verwendet Nashis als mildes
Abführmittel. Außerdem sollen sie eine fiebersenkende und
schleimlösende Wirkung haben und Entzündungen im Rachenraum lindern.
 Einkauf: Nashis sind durch ihre dünne Schale äußerst stoß- und
druckempfindlich. In Japan werden die Früchte deshalb schon am Baum in
Wachspapier eingehüllt und zum Export schützend verpackt.
Im Handel werden sie bei uns stückweise verkauft und sind oftmals noch
durch ein Wachspapier geschützt. Meistens werden reife Nashis mit
gelblicher oder grünlicher Schale angeboten. Achten Sie beim Einkauf
auf einen angenehmen Duft. Im Verhältnis zu ihrer Größe sollten die
einzelnen Früchte relativ schwer sein und das Fruchtfleisch fest.
Achten Sie auch auf eine makellose Schale.
Tipp: Überreifes Obst fängt schnell an zu gären. Unreife Nashis
schmecken zu sauer und reifen auch nicht mehr nach. Man sollte sie
besser nicht kaufen.
 Aufbewahrung: Wegen ihres festen Fruchtfleisches können Sie Nashis
sehr gut lagern. Der Kühlschrank eignet sich bis zu 2 Monaten zur
problemlosen Aufbewahrung. In Kühlhäusern lagern Nashis sogar bis zu 6
Monaten. Zum Einfrieren sind sie allerdings weniger gut geeignet Tipp:
Sie sollten die Exoten vor dem Verzehr aus der Kühlung heraus nehmen.
Bei Zimmertemperatur entfallten die aromatischen Früchte ihren vollen
Geschmack.
 Zubereitung: Viele Feinschmecker genießen Nashis am liebsten roh und
ohne weitere Zutaten, weil so ihr zarter Geschmack nicht überdeckt
wird.
Entfernen Sie dazu zunächst das Kerngehäuse und essen Sie das Obst mit
oder ohne Schale. Die hat jedoch einen etwas herben und bitteren
Geschmack, der nicht für jeden Gaumen mit dem feinen Geschmack des
Fruchtfleisches harmoniert. Probieren Sie es am besten selbst aus.
Die Nashis passen auch sehr gut zu Obstsalaten, gemischten Salaten und
ergänzen hervorragend Käse, Joghurt und Meeresfrüchte. Wenn Sie die
Nashis garen, dann bleiben ihre Form und feste Struktur erhalten. So
zubereitet sind sie auch eine schmackhafte Zutat zu zahlreichen
chinesischen Speisen. Und im Ofen gedämpft oder gebacken gelten Nashis
auch als Delikatesse.
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
=====

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum