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Kokosnuss (Info)

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Kokosnuss (Info)
Kategorien: Info, Information, Kokosnuss, Obst
     Menge: 1 Text
 
      1           Info
 
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Sie werden es kaum glauben, aber die Kokosnuss ist botanisch gesehen
gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht.
An den Palmen sind die Früchte grün. Die Nuss ist nur der innere
Riesen-Stein der eigentlichen fleischigen, grünen Kokosfrucht (ähnlich
wie bei einem Pfirsich). Kokos ist also keine Nuss, sondern eine
Steinfrucht. Die äußere dünne, grüne oder gelbe Schale wird schon in
den Erzeugerländern abgeschält. Übrig bleibt der harte braune Kern, wie
wir ihn aus dem Supermarkt kennen.
 Die Kokosnuss ist die Frucht des "Baum des Lebens", wie die Kokospalme
früher in der Südsee genannt wurde. Wir finden sie heute in allen
tropischen Ländern. Um die riesige Frucht ranken sich viele Mythen. Auf
den Seychellen erzählt man heute noch, das Rascheln der Blätter in
stürmischen Nächten käme daher, dass sich die männliche Kokospalmen
entwurzelten um die weiblichen zu lieben. Dabei entstehen dann die
riesigen Kokosnüsse. Oft landeten die Früchte früher auch im Meer und
wurden anderswo angetrieben.
Vor allem in aristokratischen Kreisen galten diese geheimnisvollen
"Coco de mer" dann als kostbares Aphrodisiakum.
Die Kokospalme ist aber insgesamt ein vielseitiger Rohstoff. In Indien
wurden bereits vor 4000 Jahren Fleisch und Milch der Kokosnuss für die
Ernährung verwendet, die großen Blätter dienten gewissermaßen als
Dachziegel der Behausungen, das Holz als Baumaterial für Hütten. Aus
den Kokosfasern flocht man Taue und Matten.
 Kokoswasser - Kokosmilch Als Kokoswasser wird die Flüssigkeit im
Inneren der Kokosnuss bezeichnet. Mehr davon ist in unreifen grünen
Früchten enthalten, dann ist das Fleisch noch weich, sie gilt dann als
Trinkfrucht.
Interessanter ist aber die Kokosmilch, sie wird in der asiatischen
Küche auf vielfältige Weise genützt. Bei uns gib es sie in Dosen, da
ist sie meist recht teuer. Aber sie lässt sich sehr leicht selber
herstellen: Dafür nimmt man 100 Gramm geraspeltes frisches
Fruchtfleisch oder getrocknete Kokosraspel und etwa 250 ml warmes
Wasser oder warme Milch, dies ergibt ca. 200 ml Kokosmilch. Entweder im
Mixer pürieren bis eine sämige Masse entsteht und danach die Masse in
ein feuchtes Mulltuch geben und über einer Schüssel auspressen.
Die andere Möglichkeit ist, das eingeweichte Kokosfleisch oder
Kokosraspel ca. 30 Minuten bei schwacher Hitze zu kochen und dann auch
durch ein Mulltuch pressen.
 Kokosraspeln werden "natur" oder geröstet angeboten: die meisten
Rezepte können sowohl mit frisch geraspelter Kokosnuss sowie mit
getrockneten Raspeln zubereitet werden: 80 g frische Raspeln
entsprechen ungefähr 50 g getrockneten. Aufpassen: die selbe Menge
Kokosraspel enthält doppelt soviel Fett wie die frische Frucht
geraspelt ! (Wer eine fetthaltige "Milch" bevorzugt, wählt die "Coconut
Cream".
Das Produkt aus erster Pressung - ohne Zugabe von Wasser - des
Fruchtfleisches hat einen Fettgehalt von fast 35 %, wird aber oft stark
gesüßt angeboten.) Gesundheit Spätestens beim Kauen der Nuss wird man
merken, dass darin reichlich Ballaststoffe stecken, denn man muss schon
gut zubeißen! 100 Gramm enthalten 9 g Ballast, eine reichliche Menge
und gut für unsere Verdauung. Sehr viele verschiedene Mineralien und
Spurenelemente sind in unserer Kokosnuss versteckt, davon besonders
viel Kalium, das unser Körper zu Regulation des Wasserhaushaltes
braucht, und das in größeren Mengen zugeführt, entwässernd wirkt. Die
Kombination von reichlich Faser und Mineralien ist für die
harntreibende und abführende Wirkung der Kokosnuss verantwortlich. Auch
Kupfer, Eisen Zink und Phosphor sind in wichtigen Mengen darin
enthalten. Erwähnenswert der hohe Anteil an dem Spurenelement Selen,
das in der Krebsprävention eine wichtige Rolle spielt. Die Kokosnuss
ist ein recht guter Eiweißlieferant - bis zu 6%. Leider enthält die
Koko snuss einen hohen Fettanteil bis zu 40% , der auch für die hohe
Kaloriengehalt von 363 kcal pro 100 Gramm verantwortlich ist. Aus der
Kokosnuss wird ja bekanntlich Kokosöl- oder fett (Palmin) gewonnen, das
einen sehr hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthält, jedoch kein
Cholesterin.
Trotzdem sollten Menschen mit hohem Cholesterinwerten mit Kokosfett
vorsichtig umgehen, da die gesättigten Fettsäuren generell das
Ldl-Cholesterin erhöhen. Das Kokoswasser wird bei Verdauungsstörungen
angewendet.
 Zubereitung Das Öffnen der Kokosnuss ist nicht ganz einfach. Zuerst
sollte man die Flüssigkeit aus dem Inneren ablaufen lassen, sonst ist
nach dem Öffnen alles nass. Dazu durchbohrt man mit einer Ahle oder
einem Schraubenzieher die drei unter dem Bart sitzenden weichen
Keimporen - die "Augen". Sind sie durchbohrt, das Wasser ausgießen und
mit einem Hammer im unteren Drittel der Kokosnuss klopfen, dabei die
Frucht langsam drehen. Sobald ein leichtes Knacken zu hören ist, hat
man die natürliche Bruchstelle der Frucht getroffen. So lange weiter
klopfen, bis die Kokosnuss in zwei Teile zerbricht. mit dem Hammer
weiter zerkleinern. Eine andere Möglichkeit ist, die Kokosnuss nach dem
Ausgießen des Kokoswassers bei 180 ºC in den Backofen zu legen. Nach
etwa 30 Minuten bricht die Schale von selbst auf, und das Fruchtfleisch
lässt sich leichter entfernen.
 Einkauf Wichtig beim Kauf ist, dass sie unbeschädigt ist und noch
etwas Flüssigkeit enthält, das Fleisch ausgetrockneter Früchte hat oft
einen unangenehmen, fast "seifigen" Geschmack. Also die Kokosnuss vor
dem Kauf schütteln! Außerdem sollten die Augen fest, unbeschädigt und
ohne Schimmel sein. Ungeöffnet kann die Nuss bei Zimmertemperatur 2 bis
4 Monate aufbewahrt werden. Frisches Fruchtfleisch hält sich 1 Woche im
Kühlschrank, sollte aber mit Wasser bedeckt werden, damit es nicht
austrocknet. Es ist gut zum Einfrieren geeignet und hält sich
tiefgefroren bis zu 9 Monate.
Getrocknete Kokosraspel sollten in einem luftdicht verschlossenen
Behälter kühl und trocken aufbewahrt werden.
 Die Kokosnuss ist ja ein Tausendsassa. Was wird denn aus ihr
hergestellt? Aus dem Fruchtfleisch wird pflanzliches Öl gepresst, das
Kokosöl oder Kopraöl. Es wird bei Zimmertemperatur fest, da es
hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren besteht. Das Kokosöl wird in
der Nahrungsmittelindustrie zum Backen, Braten und zur Herstellung von
Süßigkeiten verwendet. Außerdem werden daraus Seifen und Shampoos
hergestellt und ist auch in Lotions und Cremes enthalten. Die
Kokospalme dient auch zur Herstellung von Arrak.
Dieses alkoholische Getränk wird aus dem süßen Pflanzensaft des Baumes
gewonnen. Vorsicht! Dieser Schnaps hat es in sich. Frisches Kokoswasser
wird zum Aromatisieren von Erfrischungsgetränken und Cocktails
verwendet, wie "pina colada".
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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