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Kohlrabi

Der Ursprung dieses als typisch deutsch geltenden Gemüses liegt im dunklen. Schon 1558 wurde Kohlrabi zum erstenmal schriftlich erwähnt. Mit ca. 40 000 t jährlich ist die Bundesrepublik der größte Erzeuger - aber auch der größte Verbraucher. Der Bedarf wird durch eigene Ernte nicht einmal gedeckt, die Nachbarländer hauen extra für die Bundesrepublik an und liefern zu. Hochsaison für die knackigen Knollen, die fast ganzjährig angeboten werden, ist von April bis Juni. Wenn andere Frischgemüse auf den Markt drängen, normalisiert sich der Kohlrabi-Umsatz.

Pflanze: Von der Optik her wirkt Kohlrabi in der Kohlfamilie wie ein Kuckucksei, aber er gehört tatsächlich dazu. Er entwickelt sich nicht wie seine Verwandten aus Blättern und Blüten, sondern aus dem unteren Teil der oberirdischen Sproßachse. Es handelt sich um eine zweijährige Pflanze, deren Strunk durch Verdickung des Markkörpers eine massive obere Sproßknolle bildet Die Form ist rund, oval oder plattrund, die Farbe weiß bis grün, rötlich oder violett. Die Knollen erreichen einen Durchmesser bis zu 20 cm. Sie haben im unteren Teil langstielige Blätter, die abfallen und auf der Knolle breite Narben hinterlassen. Die zarten Herzblätter bleiben dran, sie schmecken nicht nur apart, sondern sind ernährungsphysiologisch auch besonders wertvoll.

Anbau und Ernte: Die Hauptanbaugebiete liegen am Rhein, in Bayern und Baden Württemberg. Kohlrabi wird im Freiland, aber auch unter Glas (ca. 10%) und unter Folie gezogen. Treibware wird von April bis Juni, Freilandware bis in den November hinein geerntet. Zur Ernte werden die Pflanzen aus dem Boden gezogen, der Strunk und die unteren Blätter mit Messer oder Schere dicht unter der Knolle abgetrennt. Die Knollen werden meist direkt auf dem Feld nach Größen sortiert und sorgfältig verpackt.

Kauf: Achten Sie darauf, daß die Knollen nicht ins Kraut geschossen, nicht zu langförmig (Folge zu engen Stands), vor allem aber nicht holzig sind. Verholzen wird durch heißes Wetter, Trockenheit auf dem Feld und zu lange Lagerzeit gefördert. Der Vorgang beginnt am unteren Ende der Knolle, an dem die Wurzel abgeschnitten wurde. Hier kann man prüfen, ob ein Kohlrabi knackig oder schon verholzt ist: Zwei-, dreimal mit einem spitzen Messer hineinstechen. Dringt es leicht ein, ist die Knolle einwandfrei.

Inhalt: Enthalten sind Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Calcium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Natrium, Provitamin A, Vitamine C, B1, B2 und B6. Die Blätter des Kohlrabi gehören zu den eifrigsten Karotin-Lieferanten aller Gemüse, auch ihr Gehalt an anderen Stoffen (vor allem Phosphor) ist höher als der der Knolle selbst.

Haltbarkeit: Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt Frühkohlrabi (Blätter abschneiden und z.B. als Salatbeigabe verwenden) etwa eine Woche frisch, spätere Sorten länger.

Zubereitung: Junge zarte Knollen brauchen nicht geschält zu werden (sie schmecken auch roh vorzüglich), größere wie einer Apfel schälen. Gekocht und gedünstet eignet sich das Gemüse zu Suppen, Eintöpfen, Aufläufen, Füllungen und auch zum Überbacken. Die Blätter werden frisch gehackt an Salat oder in fertige Suppe gegeben bzw. für sich wie Spinat angerichtet.

Stichworte: Grundlage, Juni, Kohlrabi
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum