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Kohl - Rund um den Kohlkopf

MMMMM----------MEAL-MASTER Format (B&S REZEPT-WEB 1.0)
 
     Title: Kohl - Rund um den Kohlkopf
Categories: Grundlagen, Informationen
     Yield: 1 Keine Angabe
 
Manch einer rümpft die Nase, wenn Kohl auf dem Speisezettel steht.
Doch das hat er wahrlich nicht verdient. Denn in diesem
Wintergemüse steckt viel drin. Er ist reich an Nährstoffen,
aber arm an Kalorien.
 Kohlgemüse gehören zu der Familie der Kreuzblütler. Die
meisten Kohlarten stammen von der Wildform Brassica oleracea ab, die im
Mittelmeer und in Kleinasien beheimatet ist und auch auf Helgoland
wächst. Schon die alten Römer schätzten seine Vorteile
und kochten die Blätter des Wildkohls als Gemüse. In der
Antike und im Mittelalter wurde Kohl nicht nur als Nahrungsmittel,
sondern auch als Medizin eingesetzt. Damals erhielt er die Bezeichnung
"Arzt der Armen". Weißkohl, Rotkohl und Wirsing wurden erstmals
im 12. Jahrhundert in den heilkundlichen Schriften der Mystikerin und
Benediktinerin Hildegard von Bingen erwähnt. Die zahlreichen
Kulturformen, die aus der Ursprungspflanze entstanden sind, haben sich
gut an unser Klima angepasst, daher spielt Kohl im deutschen
Gemüseanbau eine bedeutende Rolle.
 Eine der großen und wichtigsten Kopfkohlarten ist der
Weißkohl, der vor allem in Dithmarschen in Schleswig- Holstein
sowie in Filder bei Stuttgart angebaut wird. Weißkohl, je nach
Region auch unter den Namen Käppis, Kabis oder Weißkraut
bekannt, hat einen fest geschlossenen runden Kopf mit grünen
Blättern. Frischer Weißkohl ist sehr gesund. Neben
Ballaststoffen und Mineralstoffen versorgt er den Körper auch mit
den Vitaminen A, B1, B2, B6, Niacin und Vitamin C. Frisch gepresster
Weißkohlsaft soll die Nerven beruhigen und bei Magen- und
Darmleiden helfen. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen fördert die
Verdauung, die Zugabe von Kümmel, Fenchel, Anis oder
Wacholderbeeren lässt ihn bekömmlicher werden.
 Bereits die alten Seefahrer nutzten die gesundheitliche Wirkung des
aus dem Weißkohl hergestellten Sauerkrauts, das der
gefürchteten Krankheit Skorbut entgegenwirkte. Sauerkraut
enthält zusätzlich verdauungsfördernde Milchsäure
sowie das für die Blutbildung und das Zellwachstum benötigte
Vitamin B12.
 Rotkohl, auch Rotkraut oder Blaukraut genannt, verdankt seine Farbe
dem Farbstoff Anthocyan. Erst wenn die eher bläulichen
Kohlblätter mit einem Schuss Essig gekocht werden, färben sie
sich rot. Rotkohl ist von schwächerem Wuchs als Weißkohl und
hat einen kleineren, sehr festen Kopf. Rotkohl kann das Immunsystem
stärken, die im Kochwasser gesammelten wertvollen Stoffe sollten
nicht weggeschüttet, sondern getrunken werden.
 Wirsing ist sehr eng mit Weißkohl und Rotkohl verwandt. Auch er
ist unter verschiedenen regionalen Bezeichnungen wie Krauskohl,
Welschkohl, Welschkraut oder Savoyerkohl zu finden. Je nach Sorte
bilden sich runde, ovale oder spitz zulaufende Köpfe aus, die
Blätter sind gekraust. Wirsing enthält wie Weißkohl das
gebundene Vitamin C Ascorbigen, das gekocht das Vollvitamin C frei
werden lässt. Wirsing hat den ausgeprägtesten Kohlgeschmack
von allen drei Kopfkohlarten.
 Beim Kochen verlieren Kohlgewächse im Gegensatz zu anderen
Gemüsesorten lediglich die Hälfte der Mineralien und
Vitamine, der Gehalt an Vitamin C erhöht sich sogar.
Weißkohl und Rotkohl sind roh auch eine Bereicherung der
Frischkostplatte. Für Schlankheitsbewusste ist vor allem
Weißkohl ideal. Denn er macht satt, aber nicht dick. Bei nur 22
Kilokalorien pro 100 Gramm kann er guten Gewissens geschlemmt werden.
:Stichworte     : Grünkohl, Information, Kohl, Rotkohl
:               : Weißkohl, Wirsing
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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