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Avocado - die "Butter des Waldes"

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Avocado - die "Butter des Waldes"
Kategorien: Avocado, Information
     Menge: 1 Keine Angabe
 
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Wenn gleich sie in Deutschland noch nicht viele Jahre bekannt ist, hat
sich die Avocado sehr rasch einen festen Platz im Gemüse- und
Obstsortiment erobert. Diese Frucht ist nicht nur als Speise
willkommen, aufgrund ihres reichen Fettgehalts dient sie auch zur
Herstellung von Ölen und ist eine wichtige Substanz in Cremes für die
Schönheitspflege.
 Der Name Avocado ist abgeleitet vom aztekischen Wort "ahüacatl". In
aztekischen Schriften wurde sie erstmals 300 vor Chr. erwähnt.
Gräberfunde in Mexiko lassen allerdings auf eine weit ältere Geschichte
dieser Baumfrucht schließen, sie datieren auf 7000 vor Chr. zurück. So
vielseitig wie ihre Sorten sind auch die Bezeichnungen für die Avocado.
Butterfrucht hieß sie in Lateinamerika, denn für die Menschen dort war
der immergrüne Avocadobaum der Tropen seit vielen Jahrhunderten der
Lieferant für die "Butter des Waldes". In Jamaika wird sie dagegen
Alligatorbirne genannt. Der spanische Seefahrer Cortez brachte die
Avocado im 16. Jahrhundert nach Europa, heute wird sie in fast allen
tropischen und subtropischen Ländern angebaut. Auf dem europäischen
Markt sind Israel, Südafrika, Mexiko und Kenia die führenden
Lieferanten geworden. Das größte Erzeugerland Europas ist Spanien.
 Nahezu 400 Sorten gibt es von dieser Baumfrucht. Die bei uns
bekanntesten Arten sind meist birnen- oder eiförmig mit dunkelgrüner
Schale. Angebaut werden jedoch auch kleine, runde pflaumengroße oder
längliche Früchte, die Gurken ähnlich sehen. Das cremefarbige bis
zartgrüne Fruchtfleisch schmeckt mild und hat ein nussartiges Aroma.
Botanisch gesehen ist die Avocado eine Beere. Daher handelt es sich bei
dem großen braunen, nicht essbaren Samen um einen Kern, nicht um einen
Stein, wie fälschlicherweise oft vermutet wird.
 Die Avocado verfügt über einen beträchtlichen Nährwert. Sie ist reich
an Kalium, Calcium, Eisen und anderen Mineralien sowie an leicht
verdaulichen, einfach und mehrfach gesättigten Pflanzenfettsäuren,
Eiweiß und Vitaminen, vor allem der E- und B-Gruppe. Der Avocado werden
gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Sie soll gegen Herzinfarkt
vorbeugen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern. Sie
gilt als gutes Mittel gegen Stress und gegen Müdigkeit und sorgt für
eine schönere Haut. Bemerkenswert ist ihre leichte Verdaulichkeit trotz
des hohen Fettgehalts. Das macht die Avocado auch für Diäten sehr
interessant.
 Avocados werden hartreif vom Baum gepflückt, jedoch erst, wenn sie
reif sind, eignen sie sich zum Verzehr. Eine Vollreife Avocado fühlt
sich weich an. Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass die Frucht bei
leichtem Fingerdruck nachgibt. Feste Früchte können in Zeitungspapier
eingewickelt bei Zimmertemperatur zwei bis drei Tage nachreifen. Bei
der Verarbeitung ist zu beachten, dass sich das Fruchtfleisch einer
aufgeschnittenen Avocado rasch bräunlich verfärbt. Die Schnittstellen
sollten daher sofort mit Zitronensaft beträufelt werden.
 Der Kern der Avocado ist zwar nicht essbar, er lässt sich jedoch zum
Ziehen einer neuen Avocadopflanze verwenden. Dazu wird der Avocadokern
einfach in die Erde gesetzt, wobei das spitzere Ende oben herausschauen
muss. Nach ein bis zwei Monaten sollten die Kerne keimen.
 Avocados lassen sich pur genießen. Einfach das Fruchtfleisch aus den
Hälften löffeln. Auf Grund seiner butterweichen Substanz kann es auch
als Brotaufstrich genutzt werden. Und natürlich gibt es die
vielfältigsten Zubereitungsmöglichkeiten, ob pikant, süß, als Drink,
Salat oder Suppe, Avocado schmeckt in jeder Form lecker.
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum