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Artischocken - köstliche Knospen

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Artischocken - köstliche Knospen
Kategorien: Artischocke, Information
     Menge: 1 Keine Angabe
 
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Die Bezeichnung Artischocke stammt aus dem Arabischen: Ardi-schauki =
Erddorn. Es handelt sich um eine Distel, deren Blüte essbar ist.
Heutige Züchtungen sind nicht mehr so stachlig, wie sie es früher
einmal waren. in Mittelmeerländern wie Italien oder Frankreich sind
Artischocken so beliebt und weit verbreitet, dass sie beinahe als
Volksnahrungsmittel gelten können.
 Artischocken, die es bei uns gibt, sind aus Frankreich, Italien oder
Spanien importiert. Auch wenn sie in warmen Gegenden Deutschlands
wachsen könnten, werden sie selten angebaut. Die Nachfrage ist einfach
zu gering.
 Unterschiedliche Erntezeiten in den verschiedenen Anbauländern
bescheren uns die Früchte fast ganzjährig, am häufigsten findet man sie
allerdings im Frühling und Herbst.
 Sorten: Die dicken, runden Artischocken sind nur zum Teil genießbar.
Das so genannte Heu, das das Herz, bedeckt, muss weggeschnitten werden.
Das Herz bzw. die fleischigen Artischockenböden gelten als Delikatesse.
 Die jungen und kleinen lilafarbenen Exemplare mit den länglichen
Köpfen können komplett verspeist werden, da sie kaum Heu enthalten. Nur
die obersten Blattspitzen müssen entfernt werden. Geschmort, gebraten,
gekocht oder sogar roh mit etwas Olivenöl sind sie eine Delikatesse,
die in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist.
 Gesunde Distel: Der herbe Geschmack der Artischocke ist auf den
gesunden Bitterstoff Cynarin zurückzuführen. Er senkt den
Cholesterinspiegel, unterstützt die Galle, beugt so Gallensteinen vor
und entgiftet den Körper.
 Die Artischocke enthält nennenswerte Mengen von B-Vitaminen, Vitamin E
und Pro-Vitamin A, die Mineralstoffe Eisen, Calcium, Magnesium und
Phosphor. Eine große Artischocke enthält das zehnfache des täglichen
Bedarfs an diesen Mineralien.
 Der Inhaltsstoff Inulin ist ein besonders wertvolles Kohlenhydrat, das
vom Körper ohne Insulin abgebaut werden kann. Daher besonders geeignet
für Diabetiker!  Stillende Mütter sollten auf Artischocken verzichten,
da sie die Milchbildung hemmen  Einkauf und Lagerung: Artischocken
sollten beim Einkauf fest geschlossen sein und keine aufgebogenen
Blätter haben, der Stiel sollte sich nicht biegen lassen ohne zu
brechen. Er dient als Wasserspeicher, der die Knospe auch nach der
Ernte versorgt. Daher gilt: Je länger der Stiel, desto länger hält sich
die Artischocke.
 Artischocken sollten dunkel, kühl und feucht gelagert werden. Sie
können drei bis vier Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt
werden.
 Am besten in angefeuchtetes Zeitungspapier einwickeln. Kleine
Artischocken, die oft als Bündel angeboten werden, kann man auch wie
einen Blumenstrauß in eine Vase stellen.
 Zubereitung: Artischocken kalt abwaschen und den Stiel (am besten an
einer Tischkante) herausbrechen, damit die harten Fasern vom Boden
gelöst werden. Dann die untersten, harten Blätter abschneiden und die
Schnittstellen mit Zitronensaft beträufeln. In reichlich Salzwasser mit
etwas Zitronensaft garen. Große Exemplare benötigen bis zu 45 Minuten
Garzeit, im Schnellkochtopf 15 bis 20 Minuten. Artischockenherzen bis
zur Verarbeitung im Zitronenwasserbad aufbewahren, nicht im
Aluminiumtopf kochen, da werden Artischocken braun und es entsteht ein
metallischer Geschmack. Besser einen Edelstahltopf verwenden.
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum