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Artischocken - köstliche Knospen

Die Bezeichnung Artischocke stammt aus dem Arabischen: Ardi-schauki = Erddorn. Es handelt sich um eine Distel, deren Blüte essbar ist. Heutige Züchtungen sind nicht mehr so stachlig, wie sie es früher einmal waren. in Mittelmeerländern wie Italien oder Frankreich sind Artischocken so beliebt und weit verbreitet, dass sie beinahe als Volksnahrungsmittel gelten können.

Artischocken, die es bei uns gibt, sind aus Frankreich, Italien oder Spanien importiert. Auch wenn sie in warmen Gegenden Deutschlands wachsen könnten, werden sie selten angebaut. Die Nachfrage ist einfach zu gering.

Unterschiedliche Erntezeiten in den verschiedenen Anbauländern bescheren uns die Früchte fast ganzjährig, am häufigsten findet man sie allerdings im Frühling und Herbst.

Sorten: Die dicken, runden Artischocken sind nur zum Teil genießbar. Das so genannte Heu, das das Herz, bedeckt, muss weggeschnitten werden. Das Herz bzw. die fleischigen Artischockenböden gelten als Delikatesse.

Die jungen und kleinen lilafarbenen Exemplare mit den länglichen Köpfen können komplett verspeist werden, da sie kaum Heu enthalten. Nur die obersten Blattspitzen müssen entfernt werden. Geschmort, gebraten, gekocht oder sogar roh mit etwas Olivenöl sind sie eine Delikatesse, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist.

Gesunde Distel: Der herbe Geschmack der Artischocke ist auf den gesunden Bitterstoff Cynarin zurückzuführen. Er senkt den Cholesterinspiegel, unterstützt die Galle, beugt so Gallensteinen vor und entgiftet den Körper.

Die Artischocke enthält nennenswerte Mengen von B-Vitaminen, Vitamin E und Pro-Vitamin A, die Mineralstoffe Eisen, Calcium, Magnesium und Phosphor. Eine große Artischocke enthält das zehnfache des täglichen Bedarfs an diesen Mineralien.

Der Inhaltsstoff Inulin ist ein besonders wertvolles Kohlenhydrat, das vom Körper ohne Insulin abgebaut werden kann. Daher besonders geeignet für Diabetiker! Stillende Mütter sollten auf Artischocken verzichten, da sie die Milchbildung hemmen Einkauf und Lagerung: Artischocken sollten beim Einkauf fest geschlossen sein und keine aufgebogenen Blätter haben, der Stiel sollte sich nicht biegen lassen ohne zu brechen. Er dient als Wasserspeicher, der die Knospe auch nach der Ernte versorgt. Daher gilt: Je länger der Stiel, desto länger hält sich die Artischocke.

Artischocken sollten dunkel, kühl und feucht gelagert werden. Sie können drei bis vier Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.

Am besten in angefeuchtetes Zeitungspapier einwickeln. Kleine Artischocken, die oft als Bündel angeboten werden, kann man auch wie einen Blumenstrauß in eine Vase stellen.

Zubereitung: Artischocken kalt abwaschen und den Stiel (am besten an einer Tischkante) herausbrechen, damit die harten Fasern vom Boden gelöst werden. Dann die untersten, harten Blätter abschneiden und die Schnittstellen mit Zitronensaft beträufeln. In reichlich Salzwasser mit etwas Zitronensaft garen. Große Exemplare benötigen bis zu 45 Minuten Garzeit, im Schnellkochtopf 15 bis 20 Minuten. Artischockenherzen bis zur Verarbeitung im Zitronenwasserbad aufbewahren, nicht im Aluminiumtopf kochen, da werden Artischocken braun und es entsteht ein metallischer Geschmack. Besser einen Edelstahltopf verwenden.

Stichworte: Artischocke, Information
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum