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Artischocke (Vielseitige Wohltäterin)

===============REZKONV Format (B&S REZEPT-WEB 1.1)
 
     Titel: Artischocke (Vielseitige Wohltäterin)
Kategorien: Artischocke, Aufbau, Gemüse, Info
     Menge: 1 Info
 
                  Artischocke
 
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Schon den Römern war die Artischocke geläufig, und zwar als Speise der
Reichen. Damit war wohl die Urform gemeint, die Cardone (Cynara
cardunculus L.), aber auch die heute gebräuchliche Zuchtform erfreut
sich in Feinschmeckerkreisen hoher Beliebtheit. Eigentlich ist sie
hierzulande noch gar nicht so recht bekannt, musste sie doch erst über
die Mittelmeerländer den Balkan und Westeuropa - Regionen, in denen sie
ideale Bedingungen zum Wachstum bis hin zur Blüte findet - den Weg zu
uns nehmen.
Was man an ihr schätzt, ist der leicht bittere Geschmack der unteren
fleischigen Teile der Blütenhüllblätter sowie die ebenso beschaffenen
Blütenstandsböden der kurz vor dem Aufblühen befindlichen Blütenköpfe,
die roh oder gekocht verspeist werden.
 Steckbrief:  Aber lassen Sie mich die Artischocke noch etwas genauer
beschreiben. Cynara scolymus L. ist ihr wissenschaftlicher Name und bis
2 m hoch wird sie. Die Laubblätter sind einfach oder einfach
fiederspaltig und ein wenig bedornt.
Beachtenswert sind die 5 cm im Durchmesser betragenden knopfigen,
violetten Blütenstände, von denen manche Teile schon im vorhergehenden
Absatz beschrieben wurden.
 Arzneikraft aus dem Blatt...
 Eigentlich wollten wir aber über die Bedeutung der Artischocke als
Arzneimittel sprechen. Nun denn! Allerdings darf zu diesem Zweck die
Pflanze nicht zur Blüte kommen. Eine Arzneiartischocke darf nicht
"schossen", so der Fachausdruck. Deshalb wird jener Teil, der den
Blütenstand ausbildet, rechtzeitig gekappt. Die Arzneikraft sitzt in
den Blättern der Rosette, und so baut man die arzneiliefernden Pflanzen
in "Blattkulturen" an. Die findet man denn - weil es ja nicht zur Blüte
kommen muss -auch in deutschen Landen: in Franken, Thüringen und
Brandenburg etwa. Man stellt den Artischockenblätterextrakt (Abe) her,
der einiges an beachtenswerten Wirkungen bietet, von denen manche noch
nicht einmal so lange bekannt sind.
 ...zum Wohl von Magen und Darm,...
 Vom Anregen des Appetits und der vermehrten Ausschüttung verdauungs-
fördernder Säfte waren schon früher Kenntnisse vorhanden. Besonders
hervorzuheben ist dabei die gesteigerte Absonderung von Gallensaft. Abe
spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung unspezifischer
Beschwerden in Magen und Darm, die sich als Erbrechen, Übelkeit, Bauch-
und krampfartige Unterleibsschmerzen, Appetitlosigkeit, Verstopfung
oder durch Aufblähung von Magen und Darm äussern. Erscheinungen sind
das, welche man dem Begriff "Dyspeptischer Symptomenkomplex" zuordnet.
Nach spätestens 6 Wochen Behandlung mit Abe können die
Krankheitszeichen völlig zurückgebildet sein!  ...gegen Cholesterin...
 Mit der vermehrten Ausschüttung von Gallensaft verbindet sich noch ein
weiterer begehrter Effekt des Abe, die Beseitigung von Cholesterin
(Cholesterol) nämlich. Das bedeutet Schutz vor Atherosklerose, und
diese ist gekennzeichnet durch Verhärtung, Verdickung,
Elastizitätsverlust und Verminderung der lichten Weite der Arterien,
jener das Blut vom Herzen heranführender Gefässe. Solche Veränderungen
der Arterien haben Erhöhung der Blutfette, hohen Blutdruck,
Zuckerkrankheit, Entzündungen und manches mehr zur Folge. Aber auf noch
zwei anderen Wegen sorgt der Abe dafür, das Cholesterin kurz zu halten:
einmal durch die Hemmung der Oxidation der Ldl, der Low Density
Lipoproteins, die viel Cholesterin enthalten (aber das müssen Sie sich
nicht merken); und zum zweiten wird die Neubildung von Cholesterin
verhindert. Es kann mit einer Senkung des Cholesteringehalts im Blut um
12 % gerechnet werden!  ...und zum Schutz der Leber  Und dann kennt man
noch die Fähigkeit des Abe, die Leber zu schützen.
Dies geschieht, indem die äusseren Hüllen der Leberzellen stabilisiert
werden und danach giftige Substanzen nicht mehr in die Zellen
eindringen können. Auch eine Neubildung von Leberzellen wird durch Abe
gefördert.
 Das beste Präparat sollte es sein!  Durch die genannten wohltätigen
Wirkungen ist der Artischocke inzwischen ein kometenhafter Aufstieg an
die Spitze der medizinisch anerkannten pflanzlichen Arzneimittel, der
Phytopharmaka, gelungen. Produkte mit Artischockenblättern sind auch
ohne Rezept in Ihrer Apotheke erhältlich.
Da es aber für Sie von erheblicher Bedeutung ist, dass derlei
Zubereitungen über einen ausreichend hohen Wirkstoffgehalt verfügen,
der wiederum von der Art der Extraktgewinnung und -aufbereitung
abhängig ist, dürfte guter Rat von der Person Ihres Vertrauens in Ihrer
Apotheke unverzichtbar sein.
 Apotheker Dr. Heinz Hofmann  
 
:Quelle         : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)
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