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Granatapfel - Kerniges Rotbäckchen

Schon im Altertum galt der Granatapfel als Sinnbild der Liebe und der Fruchtbarkeit, weshalb sein Saft seit mehr als 5000 Jahren begehrt ist. Zur Delikatesse machte ihn jedoch eher der köstliche Geschmack der vielseitig einsetzbaren Kerne. Derer soll ein Granatapfel flach Ansicht der Juden 621 Stück enthalten, genausoviel, wie das Alte Testament Gesetze umfaßt...

Die kleinwüchsigen Bäume werden in Gärten häufig nur zur Zierde angepflanzt, denn sie sind nicht nur immergrün, sondern bringen auch schöne, leuchtend rote Blüten hervor. Hieraus entstehen orangengroße, zwiebelförmige Früchte mit Kelchansatz, die bis zu 500 Gramm schwer werden. Ihre ledrige, etwa fünf Millimeter dicke Schale ist gelbrot bis bräunlich gefärbt. Sie schützt die zahlreichen Samen, die von hellrosa bis dunkelrotem beerenartigem Fruchtfleisch umhüllt sind. Die saftigen Fruchtkerne befinden sich in Kammern, die durch weiße Trennhäute abgeteilt sind. Granatapfelbäume werden überwiegend im Mittelmeerraum sowie auf den Kanarischen Inseln für den Export angebaut. Die lederartige Schale sorgt für gute Transport- sowie hervorragende Lagereigenschaften: Die kernreichen Äpfel lassen sich problemlos bis zu sechs Monate lagern.

Begehrtes Innenleben Die süßsäuerlichen Kerne, die beim Granatapfel Objekte der Begierde sind, ähneln geschmacklich Johannisbeeren. Sie sind besonders wohlschmeckend, wenn die glatte Schale bereits leicht gerissen ist. Da die Hülle reichlich Gerbsäure enthält, muß man sich im Umgang mit der Frucht vor Flecken vorsehen. Um an das kernige Innere heranzukommen, ritzt man die Schale vom Kelch bis zum Stielansatz mehrmals wie beim Schälen einer Orange ein, halbiert die Frucht und bricht die Hälften auseinander. Mit etwas Glück fallen die Kerne dabei von allein heraus, falls nicht, hilft es, die Granatapfelhälften umgedreht auf einen Teller zu legen und mit einem Messerrücken daraufzuklopfen oder die Kerne mit einer Gabel auszulösen. Auf den Verzehr der Trennhäute sollte man tunlichst verzichten, da sie aufgrund des bitteren Geschmacks ungenießbar sind.

Exotische Dekoration Granatäpfel eignen sich für raffinierte Vorspeisen und geben in Desserts und Obstsalaten sowie zu Eis mehr als einen dekorativen Blickfang ab. Fleisch- und Fischgerichte oder Saucen werden durch Verwendung des kernigen Apfels zu exotischen Variationen.

Was steckt drin: 100 g Fruchtfleisch enthalten 0,02 mg Vitamin B1 0,01 mg Vitamin B2 100 mg Kalium 0,2 mg Eisen 26 kJ / 110 kcal

Stichworte: Granatapfel, Grundlage
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum