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Granatapfel - Grüne Apotheke

Die Inhaltsstoffe des Granatapfels regen die Durchblutung an beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Vor allem der Saft und die Kerne werden als Heilmittel verwertet. Heilpraktikerin Melanie Wenzel klärt über die gesunde Wirkung der leckeren Frucht auf! Gesundes vom Baum: Die Frucht des Granatapfelbaumes hat etwa die Größe eines Apfels. Hart und zäh wie Leder ist die Schale, die gelblich-braun oder rot gefärbt ist. In der Frucht befinden sich zahlreiche "Körner", die in dichten Reihen liegen und in knackiges Fruchtfleisch eingebettet sind.

Heilwirkung: Gerade in den vergangenen Jahren ist der Granatapfel richtig berühmt geworden, denn wissenschaftliche Studien über die Frucht sind alle zu einem positiven Ergebnis gekommen: Danach bekämpft der Granatapfelsaft Herz-Kreislauf-Erkrankungen, lindert Entzündungen und Gelenkbeschwerden, senkt den Blutdruck, wirkt dem Alterungsprozess entgegen, erhöht die Potenz und Fruchtbarkeit. Weitere Studien weisen dem Granatapfelsaft eine vielversprechende Wirkung gegen Haut-, Brust- und Prostatakrebs nach.

Gute Inhaltsstoffe: Der Saft des Granatapfels weist einen hohen Gehalt an Polyphenolen auf, dazu gehören beispielsweise die Anthocyanen und spezielle Tannin-Gerbstoffe. Diese so genannten Antioxidantien schützen die Körperzellen vor dem Einfluss freier Radikale. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, die chemisch sehr leicht mit anderen Stoffen reagieren und die Körperzellen angreifen. Wissenschaftler haben in Tests auch herausgefunden, dass Granatapfelsaft eine mehrfach höhere antioxidative Wirkung als Rotwein oder Grüntee besitzt. Außerdem ist schon seit langem bekannt, dass Granatäpfel neben den Vitaminen A, C und E jede Menge Eisen enthalten.

Enthalten: Antioxidantien: In bestimmten Situationen steigt der Bedarf an Antioxidantien - nämlich vor allem dann, wenn der Organismus seine körpereigenen Schutzfunktionen aktiviert - zum Beispiel bei Entzündungen, einseitiger Ernährung, sportlicher Belastung oder aufgrund von Umwelteinflüssen. Dann spricht man auch von "oxidativem Stress", der schwere Herz-Kreislauferkrankungen hervorrufen kann. In einer jüngst veröffentlichten Studie haben Forscher bewiesen, dass schon ein Glas Granatapfelsaft am Tag ausreicht, um das Risiko einer Herz- Kreislauferkrankung drastisch zu senken.

Gut für die Haut: Polyphenole im Granatapfel schützen die Haut vor schädlichen freien Radikalen, die durch Umweltfaktoren vermehrt im Körper gebildet werden. Außerdem wirken die Inhaltsstoffe entzündlichen Prozessen in der Haut entgegen. Die in den Granatapfelkernen enthaltenen Fettsäuren spenden der Haut Feuchtigkeit und fördern ihre Regeneration. Der Granatapfel gehört demnach zu den "hautfreundlichen" Lebensmitteln und leistet zur Gesunderhaltung von Zellen und Gewebe einen effektiven Beitrag.

Gegen Wechseljahrsbeschwerden: Östron ist ein mild wirksames Östrogen, das den weiblichen Sexualhormonen gleicht. Granatapfel hat durch seinen hohen Gehalt an Östron eine positive Wirkung auf die typischen Wechseljahrsbeschwerden. Das wirkt sich positiv auf die Gebärmutter, die Vaginalschleimhaut und die Libido aus. Durch seine hormonregulierende Wirkung kann Granatapfel sogar zur natürlichen Hormonsubstitutionstherapie verwendet werden. Auch gegen Stimmungstiefs, Vitalitätsverlust und Hitzewallungen soll Granatapfel gut helfen.

Saft stoppt Tumorwachstum: Studien haben ergeben, dass Prostatakrebs-Patienten offenbar ihren PSA-Wert wesentlich länger stabil halten können, wenn sie täglich ein Glas Granatapfelsaft trinken. Der PSA-Wert gilt als der wichtigste Verlaufsindikator bei Prostatakrebs. Allerdings kann mit dem Granatapfelsaft keine Heilung erreicht werden, der Saft habe aber offenbar großen Einfluss auf das Tumorwachstum.

Die Frucht: Granatäpfel reifen nicht nach, d.h. sie müssen reif geerntet werden. Reife Früchte erkennt man an einem metallischen Klang, überreife brechen sehr leicht auf. Geerntete Granatäpfel sind mehrere Monate bei null bis minus fünf Grad im Kühlschrank ohne Qualitätsverluste haltbar. Die Früchte können dabei etwas einschrumpeln, das Innere bleibt aber frisch.

Wie öffnen: Spritzer und Flecken auf der Kleidung, die sich kaum heraus waschen lassen - diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal gemacht, der einen Granatapfel öffnen wollte, ohne zu wissen, wie es richtig geht. Die Pflanzenstoffe, die für diese Färbekraft verantwortlich sind, zählen zu den Polyphenolen. Sie sind es allerdings auch, die das enorme gesundheitliche Potenzial des Granatapfels ausmachen.

Granatapfel-Saft gewinnen: Der Granatapfel sollte mehrerer Male kräftig zwischen Hand und Tischplatte hin und herrollt werden, sodass die Kerne im Inneren der Frucht platzen. Das ist auch hörbar. Danach muss man mit einem scharfen Messer ein Loch in die Frucht stechen, einen Trinkhalm hineinstecken und den Saft direkt aus der Frucht trinken.

Granatapfelkerne auslösen: Den Granatapfel längsseits von der Blüte vorsichtig nach unten aufschneiden, allerdings erst, wenn der Saft ausgetrunken wurde. Den halbierten Granatapfel in ein Wasserschälchen tunken und die Samen herausschieben. Die essbaren Kerne sinken zu Boden und der färbende Restsaft kann einem nichts mehr anhaben. Nun die Samen herausfischen und essen.

Stichworte: Granatapfel, Information
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum