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REZEPTANZEIGE

Feigen

Feigen, die aus der Gegend von Palästina stammen, gehören zusammen mit Oliven, Trauben und Weizen zu den wichtigsten Nahrungsmitteln der Antike. Wenn auf alten Gemälden nackte Menschen mit einem Feigenblatt verhüllt sind, geht das zurück auf eine Bibelstelle im 1. Buch Moses 3,7; es gibt sogar ein 4500 Jahre altes Bild, das eine Feigenernte darstellt.

Frische Feigen zählen bei uns noch immerzu den Delikatessen. Von Ende Juli bis Anfang November gibt es sie bei spezialisierten Gemüsehändlern zu kaufen -sie kosten ein kleines Vermögen. Wer dagegen an einem sonnigen Platz im Garten einen eigenen Baum besitzt, kann sich der Früchte kaum erwehren.

Reife Feigen verderben rasch, und sie sind außerordentlich druckempfindlich, darin liegt auch der Grund für ihren teuren Preis. Sie müssen kühl und in nur einer Lage pro Kistchen transportiert und daheim ebenso aufbewahrt werden.

Innerhalb der zähen Haut sind sie ja schon frisch vom Baum etwas musig, und darin liegt auch ein Reiz der Feigen.

Ob die Früchte grün, gelb oder violett sind, erst wenn sie sich butterweich anfassen, sind sie richtig süß und schmackhaft.

Feigen enthalten neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen auch Phosphor und Eisen; sie sind leicht verdaulich und hilfreich gegen Verstopfungen. Schwerer verdaulich ist dagegen die Schale, die nach dem Auslöffeln des Fruchtfleisches meist weggeworfen wird. Sollten die Früchte gekocht werden, muss die Schale möglichst gründlich mit warmem Wasser gewaschen werden. Sie dürfen nur kurz gedünstet werden, weil sie schon nach wenigen Minuten zerfallen. Roh passen die Feigen zu Schinken, Brot und Käse und zu vielen Desserts.

Ganz unempfindlich sind haltbar gemachte Feigen: die honigsüßen Naturalfeigen, die an der Sonne oder im Ofen getrocknet wurden; die etwas herberen, bearbeiteten Feigen, die nach einem Bad in Salzwasser und Dampf gepresst wurden, und die saftigen, gedämpften Feigen, die wieder in Birnenform gebracht sind.

In Nordafrika ziehen die Einheimischen durch Fermentation einen Feigenwein von beträchtlichem Alkoholgehalt, Boukha genannt. Er wird dort in winzigen, viereckigen Fläschchen verkauft, zu kleinen Häppchen getrunken oder über Fruchtsalat gegossen.

Ungespritzte Feigenblätter lassen sich wie Weinblätter zum Einwickeln von Füllungen verwenden, sie entwickeln jedoch kein besonderes Eigenaroma.

Stichworte: Feige, Information
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum