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Erdbeeren sind Sommer

Die heutige Erdbeere ist im 18. Jahrhundert aus einer zufälligen Kreuzung zwischen der kleinen amerikanischen Scharlach-Erdbeere und der Chile-Erdbeere entstanden. Beide stammen aus der Neuen Welt. Botanisch gesehen ist die Erdbeere eine Scheinfrucht, da sie der verdickte Blütenboden der Pflanze ist, auf dem sich die gelben Samenkerne befinden.

Vorsicht: Manche Menschen reagieren allergisch und bekommen nach dem Verzehr Bläschenausschlag und Nesselsucht.

Sorten: inzwischen ist die Sortenvielfalt mit über 1000 Sorten enorm. Sie unterscheiden sich in Form, Farbe, Größe und natürlich durch ihren Geschmack. Auch im Hinblick auf Lager- und Transportfähigkeit unterscheiden sich die Sorten.

Es gibt frühe und mittelfrühe, mittelspäte und späte Sorten, wobei das Aroma der letzten Sorten oft am besten ist.

Inhaltsstoffe: In Erdbeeren steckt mehr Vitamin C als in Zitronen oder Orangen. Schon eine Portion von 200 Gramm deckt den täglichen Bedarf eines Erwachsenen. Untersuchungen haben gezeigt, dass vollreife Erdbeeren bis zu 20 Prozent mehr Vitamin C enthalten als nicht ganz reif geerntete.

Zudem enthalten sie so viel Mangan wie keine andere heimische Frucht(Spurenelement, das den Stoffwechsel anregt und am Aufbau von Knochen und Blut beteiligt ist). Die roten Früchtchen haben aufgrund der enthaltenen Ferual- und Ellagsäuren angebliche eine Krebs vorbeugende Wirkung.

Generell wird Erdbeeren ein hoher Gesundheitswert zugeschrieben: Sie wirken harntreibend, blutreinigend, tonisierend (kräftigend) und in großen Mengen abführend. Auch sollen sie helfen, den Blutdruck zu senken.

Da Erdbeeren Salicylsäure enthalten, eine Vorstufe der Acetylsalicylsäure, die zum Beispiel in Aspirin oder ASS enthalten ist, sollen sie schmerzlindernd wirken.

Kauf und Lagerung: Kaufen Sie nur heimische Erdbeeren und nur in der Hauptsaison. Sie sind dann weniger mit Schadstoff belastet und wegen der kurzen Transportwege frisch und unbeschadet.

Achten Sie auf rote Früchte, das heißt immer auch reife Früchte kaufen. Erdbeeren mit weißen oder grüne Stellen reifen nicht nach und schmecken nicht so aromatisch.

Kleinere Früchte sind oft intensiver im Geschmack. Reife Beeren riechen intensiv. Erdbeeren sind extrem druckempfindlich und gehen leicht kaputt. Daher so schnell wie möglich verzehren. Angematschte oder schimmelige Exemplare sofort aussortieren. Es reicht nicht, die betroffenen Stellen abzuschneiden, da sich die Sporen auf der gesamten Frucht verbreitet haben können.

Verarbeitung: Die Erdbeeren erst kurz vor dem Verzehr abbrausen oder vorsichtig in einer Schüssel mit Wasser waschen. Die Stiele und Blätter erst nach dem Reinigen entfernen. Zuckern Sie die Früchte erst kurz vor dem Servieren, sonst ziehen sie zuviel Saft und werden weich.

Wollen Sie die Erdbeeren mit anderen Zutaten kombinieren, dann sollten sie zunächst diese fertig zubereiten und würzen. Die frischen Erdbeeren werden zuletzt zugegeben, damit sie möglichst lange frisch bleiben.

Tipps für die Zubereitung: Erdbeeren schmecken süßer, wenn man sie mit ein wenig Orangen- oder Zitronensaft mischt.

Für ein schlichtes Sorbet ein Kilo geputzte Erdbeeren und 250 g Zucker mit dem Pürierstab mischen, in Gefriertüten füllen. Vor dem Verschließen noch die Luft rausdrücken, so bleiben die rote Farbe und der Geschmack am besten erhalten.

Die roten Sommerfrüchte eignen sich sehr gut zum Einkochen von Saft oder Konfitüre, auch in Verbindung mit anderen Früchten wie Sauerkirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Johannisbeeren und Rhabarber.

Kräuter, die zu Erdbeeren passen, sind: Zitronenmelisse, Minze, Estragon und Lavendel. Auch Vanille harmoniert gut mit dem Aroma. Mutig ist die Kombination, Erdbeeren zum Dessert in einer Marinade aus feinem Aceto balsamico, Dijon Senf und Zucker zu servieren. Aber es lohnt!

Stichworte: Erdbeere, Information
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:Quelle : Kochfreunde-Rezeptsuche (http://kochfreunde.ruhr-uni-bochum.de)

© Lothar Schäfer, Dellenburg 11, 44869 Bochum